Bonsai-Variante Gottes?

Prof. Harald Lesch, ein bekannter Astrophysiker ( „Ich glaube an Gott“), macht in einem fünfminütigen Statement über das Verhältnis der Naturwissenschaften zu Gott einige interessante Anmerkungen.

Für den Kosmologen und Astrophysiker Lesch haben Kosmologie und Religion nicht viel miteinander zu tun. Lediglich könne die Feststellung, dass die Naturgesetze so fein abgestimmt sind und ein geordnetes Universum ermöglichen, als ein Hinweis auf einen willentlichen Schöpfungsakt zu werten sein.

Der größte Fehler der Theologen habe darin bestanden, sich auf eine „Lückenbüßer-Variante“ Gottes einzulassen, d.h. sie belegten alles Unerklärliche und Unverstandene mit der Bezeichnung Gott. Angesichts der wissenschaftlichen Erfolge entstand daraus eine zunehmende ‚Wohnungsnot Gottes‘.

Aus seiner Sicht stellen die Naturwissenschaften vielmehr eine moderne Form der Gottessuche dar – wobei sie ‚letzten Fragen‘ („Wo komm‘ ich her? Wo geh‘ ich hin? Was ist der Sinn meines Daseins?“) eher von den Theologen bzw. der Philosophie zu beantworten seien…wenn überhaupt…

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