Stupidedia und der Sinn des Lebens

Schon der Name dieser „sinnfreien Enzyklopädie“ (lt. Logo) gestattet die Mutmaßung, dass die hier verfassten Beiträge nicht zwingend ernst zu nehmen sind. Was freilich nicht bedeutet, dass dort nicht auch interessante Beobachtungen geteilt werden:

Meistens denken Gelangweilte, Arbeitslose und meistens auch Amokläufer über die Frage nach dem Sinn des Lebens nach, da sie sonst nichts Besseres zu tun haben und sch(l)ussendlich ihr Leben nach der Suche eines Sinns verbringen …

Nimmt man entgegen der erklärten Intention des Portals z.B. das o.a. Statement für einen Moment doch etwas ernster, hm…ja, diese Beobachtung lässt sich auch so interpretieren, dass viele, zu viele Menschen sich nur dann Gedanken über den Grund und Zweck ihres Daseins machen, wenn sie gerade nichts besseres zu tun haben.
Nicht unbedingt verkehrt – doch das lässt sich bestimmt noch vertiefen: wann tritt üblicherweise der Fall ein, dass wir (alle, die nicht beruflich solch gewichtigen Fragestellungen nachspüren) ausreichend lange nichts zu tun haben, um uns wirklich ‚diese ernsten Gedanken zu machen?

So wie ich das sehe, handelt es sich dabei nicht um die glücklichsten, erfülltesten Phasen eines Menschenlebens:

  • Arbeitslosigkeit wurde bereits genannt, verallgemeinernd also jene Lebensabschnitte, in denen wir – ob uns das in den Kram passt oder nicht – an der Ausübung einer beruflichen und/oder ehrenamtlichen Tätigkeit gehindert sind …etwa im Zuge einer ernsteren Erkrankung.
  • Außerdem kommen solche Überlegungen mit ungewohnter Hartnäckigkeit an die Oberfläche, sobald so langsam, aber letztlich unausweichlich das biologische Aus naht.

Tja, und dann ist es …vielleicht noch nicht zu spät, aber doch schon reichlich spät, um nicht bloß als als Frustbeutel ein paar erschreckend emotionale Grübeleien vom Zaum zu brechen, sondern tatsächlich noch eine befriedigende Antwort auf die bunten Strauß jener Warum?-Wozu?- Wie oft denn noch? – Trägt der Teufel wirklich Prada und wer hat ihm/ihr das erlaubt?-…- Fragen zu finden.

 

Einzelmeinungen

  • Für manche lautet die erschöpfende Antwort „Zweiundvierzig“ (→42).
  • Andere würden glauben, der Sinn des Lebens wäre ihr Lebenspartner.
  • viele glauben eher, der (Stumpf-)Sinn bestehe darin, möglichst viele ONS zu haben …diese Form sinnstiftender Aktivität stellt eine gewisse Kontinuität zur Frühzeit des Menschen her: Damals „versuchte das Alphamännchen (auch nachts) sein Überleben zu sichern, indem er versuchte in möglichst kurzer Zeit alles Weibliche zu knallen, was ihnen vor die Flinte kam – ohne Bindungen oder Verpflichtungen“.
    Allerdings hat sich die Zielsetzung ein wenig verschoben: Heutzutage werde besonderes Wert darauf gelegt, Nachkommen zu vermeiden und sich auf’s Vergnügen zu beschränken („Stichwort: Spaßgesellschaft“).
  • Gegenposition: „Das Leben ist kein Ponyhof – man kann nicht alles reiten.“

Im weiteren Text entsteht ein gewisser Widerspruch zur anfänglich geäußerten Ansicht, für Sinnfragen interessiere sich nur, wer nicht richtig ausgelastet sei. Da heißt es auf einmal:

„Die überbewertete und selbstverliebte Menschheit ist so von sich selbst eingenommen, dass sie gar nicht auf die Idee kommt, dass die Entstehung der Erde und aller Lebewesen ein dummer Unfall gewesen sein könnte, und demnach vollkommen wurschtegal ist, was man aus seinem Leben macht, weil es sowieso keinen Sinn des Lebens gibt“.
Na, die Gemeinde der Pastafari sieht das möglicherweise anders. Auf dem Stupipedia-Artikel über deren Fliegendes Spaghettimonsti sind zudem ein paar Dinge zu entdecken, die sicher nicht den Sinn des Lebens ausmachen, z.B. „Mir wäre es lieber, du würdest dich nicht mit den scheinheiligen frauenfeindlichen hasserfüllten Ideen anderer konfrontieren…

Der Sinn des Lebens sei schon oft thematisiert worden und nie kam es zu einem wirklich lustigen Ergebnis. Wohl deshalb und um dem eigenen Ruf treu zu bleiben, wird sogleich eine Aufstellung möglicher Alternativen angefügt, anstatt über Sinnfragen zu grübeln. Ein winziger Auszug:

  • „Eine neue Religion gründen (in der man selbst der Gott ist)“
  • „Politiker werden“
  • „Level 1.000.000.000 in Tetris erreichen“
  • „alle Pokemon’s 2.000 mal fangen“
  • „mit einer Reisetasche zum Flughafen zu gehen und zu sagen:’Mann ist Plastiksprengstoff leicht!'“
  • „während einer Vorwärtsrolle abkoten“

Quelle:

 

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