Einsteins Irrtum

Nein, nein… als naturwissenschaftlicher Laie werde ich mich hüten, die experimentell überprüfbaren Theorien Albert Einsteins in Zweifel zu ziehen. Um sich auf derart dünnes Eis zu wagen, sollte man mindestens wissen, wovon man spricht.
Es geht vielmehr um das Verhältnis Einsteins zur Quantenphysik: einerseits bildete einiges von seiner Arbeit, etwa die Erklärung des photoelektrischen Effekts, deren Grundlage; andererseits lehnte er bestimmte Deutungen der Quantenmechanik ab.

„Die Quantenmechanik ist sehr achtunggebietend. Aber eine innere Stimme sagt mir, dass das noch nicht der wahre Jakob ist.
Die Theorie liefert viel, aber dem Geheimnis des Alten bringt sie uns kaum näher. Jedenfalls bin ich überzeugt, dass der Alte nicht würfelt.“

Lassen wir die humorige(?) Umschreibung für Gott beiseite – wie auch den Umstand, dass einem bei Betrachtung des Weltgeschehens mitunter genau dieser Gedanke kommen könnte: ‚ob Er bisweilen nicht doch würfelt?‘
Zudem habe ich Zweifel, inwiefern das Wesen (oder halt das ‚Geheimnis‘ im Sinne Fausts) der Gottheit sich mittels naturwissenschaftlicher Versuchsanordnungen ermitteln lässt.

Im Diskurs jedoch blieben Niels Bohr und seine Anhänger zumeist siegreich; auch aus heutiger Sicht sprechen die experimentellen Belege gegen Einsteins Standpunkt.
Die Photonenwaage war ein von Einstein entworfenes Gedankenexperiment, mit dem er die Unvollständigkeit der Quantenmechanik aufzeigen wollte. „Nach der Quantentheorie können der Zeitraum, an dem ein Quantenteilchen einen bestimmten Raum verlässt, und die Energie dieses Quantenteilchens nicht beide beliebig genau bestimmt werden. Diese „Unschärfe“ wird in der Quantentheorie durch die Heisenbergsche Unschärferelation beschrieben. Albert Einstein stellte dieses Gedankenexperiment 1930 auf dem Solvay-Kongress überraschend Niels Bohr vor.

Interessanterweise wird der scheinbare Widerspruch zwischen spezieller Relativitätstheorie und Quantentheorie durch Albert Einsteins eigene allgemeine Relativitätstheorie aufgehoben.“

„Bereits das Zusehen beeinflusst das Geschehen.“

Worum es sich bei dem ‚Quantenzeugs‘ eigentlich dreht, wird in nachfolgendem Filmbeitrag verständlich erklärt:

Einsteins Ansichten über Gott und Religion

…waren Gegenstand zahlloser Dispute. Wie dieser Beitrag auf hpd.de aus dem Jahr 2008 zu belegen scheint, nahm er eine äußerst distanzierte Haltung zu jeglicher Form von Religion ein:

  • „Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger aber reichlich primitiver Legenden. Keine noch so feinsinnige Auslegung kann (für mich) etwas daran ändern.“
  • „Es war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzte Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft enthüllen kann.“

Siehe auch

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