Der Garten

Meanwhile the mind, from pleasure less,
Withdraws into its happiness;
The mind, that ocean where each kind
Does straight its own resemblance find,
Yet it creates, transcending these,
Far other worlds, and other seas;
Annihilating all that’s made
To a green thought in a green shade.

Here at the fountain’s sliding foot,
Or at some fruit tree’s mossy root,
Casting the body’s vest aside,
My soul into the boughs does glide;
There like a bird it sits and sings,
Then whets, and combs its silver wings;
And, till prepar’d for longer flight,
Waves in its plumes the various light.

Den Geist zieht es, von minderen Freuden,
Indes zu eigenen Seligkeiten;
Den Geist – dies Meer, wo jeder Art
Sogleich ihre Entsprechung harrt;
Doch er schweift weiter, bildet selbst
Ganz neue Meere, neue Welt,
Und nicktet alles, was geschaffen,
Zu grüner Schau in grünem Schatten.

Hier, an der Quelle munterem Fluss,
Am Stamm des Obstbaums, dichtbemoost,
Befreit von ihrem Körperkleid,
Schwingt sich die Seele ins Gezweig:
Dort sitzt sie wie ein Vogel, singend
Und spreizt und putzt die Silberschwingen,
Übt sich für längeren Flug und flicht
In ihr Gefieder buntes Licht.

– Andrew Marvell, „Der Garten“

Andrew Marvell (1621 – 1678) war ein englischer Dichter und Politiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Metaphysical Poets.

Das vollständige Gedicht ist hier zu finden, in englischer Sprache. Finde die Vorstellung faszinierend, die menschliche Seele lasse sich mit einem Vogel vergleichen, der in einem Garten zur Ruhe kommt, bevor er sich auf eine weitere Reise begibt. Obwohl…der Gesang gehört dabei hoffentlich zur Kür und nicht zur Pflicht;)

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