Der Gott aller Menschen – religiöser Universalismus

Bezug:  Der Gott aller Menschen – Chancen des religiösen Universalismus,
Peter Strasser

Pro multis?

Pro multis (Für viele) ist ein Teil der lateinischen Wandlungsworte in der katholischen Messfeier: „qui pro vobis et pro multis effundetur in remissionem peccatorum“ (dt.: Dies ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden). Papst Benedikt XVI. ordnete im April 2012 in einem Schreiben an die an die Mitglieder der deutschen Bischofskonferenz an, dass „pro multis“ statt mit den Worten „für alle“, mit „für viele“ übersetzt werde. (Vgl. → Mt 26,26-28)

Was auf den ersten Blick als spitzfindiges Kleinklein über eine Frage zur korrekten Übersetzung der Bibel erscheinen mag, hat einen ernsten Hintergrund: Der Ausdruck „für viele“ gebe auch die Tatsache wieder, dass die Erlösung nicht in einer „mechanistischen Weise“ verstanden werden dürfe: „Christus stirbt jedoch nicht für alle, sondern nur für viele in dem Sinn, dass nicht allen tatsächlich die Sünden vergeben werden. Nicht alle erlangen effektiv das Heil. Zu Christi größtem Schmerz gibt es Menschen, an deren Seele sein Opfertod nicht wirksam wird (eingeschränkte Heilswirksamkeit).2
Andernfalls bliebe die ‚Hölle‘ wohl leer, was nicht jedem Theologen behagen will.

Mit dieser Anordnung – getreu dem konservativ-päpstliche Motto Extra ecclesiam nulla salus – „Kein Heil außerhalb der Kirche“ – wandte sich Benedikt ein weiteres Mal entschieden „gegen den Modernisierungseifer“ all jener Christen, die sich Laienplattformen wie „Wir sind Kirche“ verbunden fühlten“1.
Dieser Exklusivismus, Instrument sowohl zur theologischen Abgrenzung von anderen Religionen als auch zur dogmatischen Ausgrenzung aller Anders- und Nichtgläubigen wie auch derer, die ’nicht kirchentreu‘ sind – basiert auf der subjektiven Vorstellung, die eigene Konfession sei „die einzig wahre, richtige oder heilbringende“ und andere Glaubensrichtungen hätten keinen Anteil an heilsentscheidenden Wahrheiten.

Nun gibt der österreichische Philosoph Peter Strasser zu bedenken, die Zukunft des Christentums werde sich daran entscheiden, „ob es gelingt, glaubhaft zu lehren und zu leben, dass die christliche Gottesvorstellung tatsächlich dem Gott aller Menschen verbunden war und bleibt“.
Demnach lasse sich das dogmatische Aussage, nur innerhalb der Kirche sei (voll wirksames) Heil zu erlangen, als ein „Angriff auf das innerste Wesen des [Ur-]Christentums“ auffassen. (Bereits hier zeigt sich: Strasser differenziert zwischen dem von Jesus begründet Christentum und der römisch-katholischen Lehre.)
Das eigentliche Wesen des Christentums liegt für ihn im religiösen Universalismus. Aus der Lehre Jesu lasse sich aus dem „für viele“ eben kein kategorisches, befehlendes Dogma im Sinne eines ausschließenden „aber nicht für alle!“ ableiten.

Kein Machtanspruch Jesu, sondern der Verzicht auf einen solchen

Das jesuanische Christentum habe in seiner ursprünglich eschatologischen (‚auf das Jenseits blickenden‘) Ausrichtung, keinen Wert darauf gelegte, die Welt zu erobern. Vielmehr wurde das Ende aller Tagein einem „agonale Weltgefühl zwischen Verzweiflung und Heilserwartung“ als nahe bevorstehend erwartet:
„…Geht nicht den Weg zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel! Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe!“ (Mt. 10, 5–7)
(Jesus weiter: „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel.“ Auch diese Mahnung scheint im Umfeld der institutionalisierte Religion etwas in Vergessenheit geraten…)

Oswald Spengler ging so weit, dass er in seinem „Untergang des Abendlandes“ aufgezeigt, wie falsch es war, die Haltung Jesu als „moralischen Imperativ“ zu interpretieren. Die Moral Jesu sei vielmehr ein „als heilkräftig empfohlenes Verhalten, dessen Kenntnis als eine besondere Gnade verliehen wird“. Für Spengler sei Jesu Heilsbotschaft eine geheimnisvolle Wohltat, die man „erweist, nicht aufdrängt“.

Spengler: „Die christliche Mission ist in ihrem Wesenskern beinahe immer missverstanden worden. Aber das Urchristentum, die magische Religion des Stifters, dessen Seele dieser brutalen Aktivität ohne Takt und Tiefe gar nicht fähig war, ist erst durch die hellenistische Praxis des Paulus – bekanntlich unter schroffstem Widerspruch der Urgemeinde – in die lärmende städtische demagogische Öffentlichkeit des Imperium Romanum hineingezogen worden.“
Jesus habe Fischer und Bauern an sich gezogen, wohingegen Paulus der „großstädtischen Form der Propaganda“ zuwandte.“3

(Exakt in dieser Weise nehme ich die Entwicklung des frühen Christentums wahr, welches sich in dem Maße von seinen Wurzeln und seinem Urheber (= Jesus und nicht etwa dieser Paulus) entfernte, wie es sich an die Machthaber im Imperium Romanum anlehnte und bald mit ihnen kungelte.)

Strasser knüpft hier an: das jesuanische Christentum sei maßgeblich umgeformt worden, um es den griechischen und römischen „Heiden“ nahe bringen zu können – wobei die Prediger anfänglich noch darauf verzichteten, das Evangelium mit Drohgebärden aufzudrängen oder gar mit Gewalt durchzusetzen.

Spätestens mit dem ersten Konzil und der Vereinnahmung durch die römischen Kaiser zeige sich „eine grundlegende Veränderung der Glaubensatmosphäre, hin zum Totalitären“. Die Bekämpfung der Arianer, die Verdammung ihrer Position stehe exemplarisch für den nun erhobenen Absolutheitsanspruch:
Mit der Dogmatisierung des Glaubens wähnt man sich nun „im Besitz der einen, einzigen Wahrheit –; es wird darüber hinaus der Bekehrungsauftrag als einer verstanden, der gottgewollt mit allen Mitteln durchzuführen sei“1.
Die Kirche verband sich mit der weltlichen Gewalt, bediente sich ihrer und ließ sich von ihr benutzen – ein drastischer Abschied vom sanften Geist ihres Gründers.

Allerdings – und „das eben ist die Ironie und Weisheit der Geschichte“ –, wäre das Christentum dem Vorbild Jesu konsequent treu geblieben, hätte es sich kaum gegenüber der nicht minder aggressiven religiösen Konkurrenz behaupten können.
(Ist dem so? In ersten drei Jahrhunderten waren Christen grausamsten Verfolgungen ausgesetzt, das ist wahr, doch lebte es unter härtesten Bedingungen im Untergrund weiter. Ohne die Erhebung zur Staatsreligion und die einhergehende dogmatische Vereinheitlichung würde sich das Christentum wohl nicht über die gesamte bekannte Welt ausgebreitet haben – doch wäre es ganz untergegangen? Oder hätte es als weitgehend verborgene Kostbarkeit weitergelebt?)

Der moralische Anspruch und seine fragliche Berechtigung

Nun wendet sich Strasser einer hochaktuellen Frage zu: Mit welcher Berechtigung stelle das westliche Christentum heute noch einen spirituellen und moralischen Anspruch?
Hat es sich denn nicht mit dem Blut der Religionskriege [sowie der Ausrottung von Abweichlern] besudelt, ist es nicht schon längst in das Lager des Erzfeindes übergetreten…?

Tatsache ist: diese behauptete moralische Instanz wird zunehmend in Zweifel gezogen, was gegenwärtig weniger der historischen Belastung als dem Verhalten des klerikalen Personals geschuldet ist. Was spräche dagegen, zum Geist des Urchristentums zurückzukehren und die Abkehr „von dem, was daraus geworden war“ in einer radikalen Wende zu vollziehen?
(Sobald das Christentum bzw. das Religiös-Spirituelle allgemein als moralgebende Instanz abgelehnt wird, erweitert sich der Fokus dieser Frage. Worauf überhaupt beruht jeder Versuch, moralisches Fundament zu begründen und zu rechtfertigen?
Die unverletzliche Würde eines jeden Menschen lässt sich nicht leicht gegenüber einer Position behaupten, die mit David Hume den Standpunkt vertritt ‚alles Ethische ist subjektiv‚. Mir fällt in meinem ganzen Halbwissen nur das Naturrecht in seiner säkularen Ausprägung ein, das einen ‚autonomen Werterationalismus‘ abseits religiöser Grundwerte allein von der Erkennbarkeit durch menschliche Vernunft herleitet. → Vgl. Vernunftrecht)A

„Ethische Anerkennung setzt die Erkenntnis eines natürlich Guten voraus.“1

An dieser Stelle, so Strasser, werden wir religiös sensibel. „Werte sind nicht die Wirkungen irgendwelcher Naturgesetze; sie sind vielmehr … ontologisch gestiftet“. Damit stelle sich vehement die Frage nach dem Willen des „Stifters“, also Gottes.
Strassers Antwort auf die Frage nach dem ethischen Anspruch ist nun hochinteressant: Das Christentum sei schrittweise zum Träger eines Universalitätsgedankens geworden, eng verzahnt mit den Kräften des Humanismus und der Aufklärung.

Hingegen habe sich das das Credo quia absurdum (lat. „ich glaube, weil es unvernünftig ist“)  – jene Haltung, wonach christlicher Glaube nur im diametralen Widerspruch zur Vernunft echt und plausibel sei, weil Menschwerdung, Kreuzestod und Auferstehung des ewigen Gottessohnes einem vernünftigen Gottesbegriff widersprächen – nicht wirklich durchgesetzt.

Je absonderlicher, vernunftwidriger das Ereignis, umso glaubwürdiger die Zeugenschaft? Ich weiß nicht… für eine Sekte mag diese Position zweckmäßig sein, um sich nach außen abzuschotten und den Zusammenhalt nach innen zu festigen – aber für eine Weltreligion, die sich nach zähem Ringen sogar der neuzeitliche Naturwissenschaft (Abkehr vom geozentrischen Weltbild, Einbeziehung der Evolutionslehre etc.) öffnete, öffnen musste? Mag sein, mir fehlt hier der philosophische Tiefgang, doch die ausdrückliche Hinwendung zum vermeintlich Absurden erscheint mir als Sackgasse. Vielleicht liegt hier der zentrale Irrtum Joseph Ratzingers, der in seiner Jesus-Biografie auf dieses Argumentationsmodell vom ‚glaubbaren Skandal‘ bemühte, um die Jungfrauengeburt und die Auferstehung Jesu als historische Fakten zu vermitteln.

Eine Überzeugung, das von Jesus gelehrte und gelebte Christentum sei keine regionale, sondern eine universelle Heilsreligion, lasse sich auf Tugenden gründen, die über rein säkulare Ethik hinausreichen und zum „Kernbestand der christlichen Moral“ zählen: Nächstenliebe und Barmherzigkeit – die nicht nach dem Ansehen der Person fragt, sondern allein die Pflicht kennt, dem in Not geratenen Menschen helfend beizustehen.

„Barmherzig zu sein, ist eine Einstellung,
die nichts weiter sieht als die leidende Kreatur.“1

Die Verpflichtung zu Caritas (Nächstenliebe) und Misericordia (Barmherzigkeit) erwachse aus einer persönlichen Verantwortung gegenüber dem Schöpfer und weise daher daher Bedenken zurück, die sich aus zweckrationalen und an (Er-)Folgen orientierten Betrachtungen ergeben.

Jener christliche Universalismus wirke insoweit richtungsweisend: „Die wahre Moral ist demnach notwendig eine gottgefällige und kann als solche nur eine für alle Menschen sein. Das Gute ist gut in allen möglichen Welten.“ Der Mächtige, der Angehörige einer Elite besitzt keine größere Würde und hat in diesem Kontext kein größeres Recht als der Schwache und Wehrlose. Wenn alle Menschen nach Gottesebenbild von Gott geschaffen wurden, kommt ihnen allen auch das gleiche (Grund-)Recht zu.

Szenarien für die Zukunft des Christentums

Der Blick auf die Wirklichkeit… weckt freilich abweichende Eindrücke: Als sei „The Devil’s Party im Gange“, begegnen wir auf Schritt und Tritt unvorstellbarem Leid, das nicht selten daraus entsteht, was Menschen ihresgleichen antun. Gott scheine die Menschen verlassen zu haben, so viele Gebete auch zu ihm aufsteigen mögen. (Vgl. „Theodizee – Gott und das Leid vieler Menschen„).

Vor dem Hintergrund dieser globalen Wirklichkeit sieht Strasser die bedrängende Frage nach der Zukunft des Christentums. Je mehr wir über die Natur wissen, um so schwerer hat es jede Form von Religion, die ihrem Wesen nach ohne das Übernatürliche und Jenseitige nicht auskommt, nicht auskommen will. Das Leben Jesu ist voll von Wundern.
Der großartige Bogen, gespannt von der Genesis (‚Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde, alle Geschöpfe und zuletzt den Menschen‘) über Krankenheilungen, Dämonenaustreibungen, die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu bis zu seiner prophezeiten Wiederkehr am Ende der Zeiten – sowie die Zusage einer Erlösung „nicht an alle, aber doch an viele“ (s.o.) – all dies nehme heute vielfach den Charakter eines Gleichnisses an.

Aber eines Gleichnisses wofür? – Worin besteht die Substanz, in einer „inneren Wahrheit“ des Christentums?
Was von den wundersamen Erzählungen und Verheißungen, welcher Kern der in Traditionen überlieferten und neu erfundenen Rituale erlangt einen objektiven Wahrheitscharakter?
In der Tat, jede dieser Fragen offenbart eine Krise: „Für den Glauben an ein echtes Wunder fehlt heute, in der Epoche des Naturalismus, die ontologische Basis, mithin jenes Seins-Verständnis, das ein unmittelbares Einwirken Gottes auf die Welt glaubhaft scheinen ließe“.1

Strasser sieht das Christentum vor dem Problem, dem Druck der Verweltlichung nachgeben zu müssen – zumal sich innerhalb unserer Kultur kaum noch Stärkungen des Glaubens finden (außer an den zunehmend extremen Rändern, die sich in einem reaktionären Fundamentalismus einrichten, der sie zusehends von der Gesellschaft forttreibt…wohl wahr, Pius-Brüder und Legionäre Christi werden das Christentum kaum retten).

Ferner Laien wollten sich einen Reim auf das biblische und konventionell-religiöse Lehrangebot machen dürfen.

  • Das neofundamentalistische Szenario
    Auch im liberalen Westen sei damit zu rechnen, dass – nicht zuletzt im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Islam – sich die christliche Glaubenspraxis wieder verhärtet: „Mehr Bibeltreue, mehr liturgischer Ernst …und stattdessen die Befreiung Gottes aus den Fesseln einer menschgemachten Moral, einer glaubensindifferenten Humanität!“ Damit könnte auch die Religions- und Bekenntnisfreiheit unter Druck geraten.
    Für Strasser liegt darin ein Irrweg, zumal die blutigen Fehden zwischen den Religionen (und Konfessionen) dadurch neu aufzuleben drohten. Zudem, das breite naturwissenschaftliche Wissen ist sicher nicht auf dem Rückzug und die vermeintliche ‚Wohnungsnot Gottes‘ nimmt eher zu.
  •  Als Alternative: das ‚universalistische Szenario‘
    Der Glaube an den Gott aller Menschen erhalte eine echte Chance, indem die im liberale Richtung des Westens seit Langem entschieden weiter verfolgt werde: gute Werke zu tun im Geiste der Goldenen Regel (⇒ Caritas und Misericordia), „welche den wahren religiösen Universalismus aus persönlichem Bekenntnis repräsentieren“.

Fazit

Sofern wirklich nur diese beiden Alternativen bestünden, wäre ein Rückfall in Verhärtung und Feindlichkeit sicher nicht die passende Antwort, um die Zukunft des Christlichen zu sichern. Dennoch, ’nur‘ gute Werke in einem universellen Verständnis christlicher Tugenden? Dies wäre sogar für mein Empfinden „zu wenig an spezifisch religiöser Kontur“ – vor allem jedoch zu wenig an Antworten auf die großen Sinn- und Seinsfragen.
Allerdings sehe ich persönlich nicht nur die Alternative zwischen aggressiver Abgrenzung und einem verdünnten Extrakt einer Rechtfertigung aus guten Werken. Eher wahrscheinlich ist meiner Beobachtung nach eine fortschreitende Pluralität, also ein Auseinanderdriften des Christlichen in zahlreiche Einzellehren und -vorstellungen.

Universalismus bezeichnet eine Anschauung, die den Anspruch erhebt, die Vielfalt aller Wirklichkeit des Ganzen auf ein einzelnes Prinzip, Ordnungsgesetz oder Ähnliches zurückführen zu können. Daraus folgt auch, dass Ideen, Ideale, Rechte und Pflichten grundsätzlich für alle Menschen gelten müssen. Etwas anderes also als der in unseren Tagen so geschätzte Pluralismus.

Mutmaßlich haben bereits christliche Theologen mancherlei Bauchschmerzen mit dieser Idee – von islamischen Religionsgelehrten ganz zu schweigen. Zwar ließe sich ein positiver Konsens dahingehend finden, dass Nächstenliebe und Barmherzigkeit tatsächlich als universell gültige Tugenden erstrebenswert sind. Dennoch: jede Konfession sieht ihre subjektive Existenzberechtigung doch gerade in ihrem weitergehenden Anspruch, wonach allein ihre Herleitung dieser und zusätzlicher (jeweils unterschiedlicher) moralischen Leitsätze gültig sei. Die Muslime, die Jesus bekanntlich als einen von vielen Propheten Allahs respektieren, werden weiterhin ihr Gottes- und Menschenbild im Koran finden.

Die Menschheit braucht nichts weniger als eine Einheits-Religion (welche Peter Strasser vermutlich auch nicht im Sinn hatte). Wichtiger wäre nach meinem Verständnis (ja, ich wiederhole mich;): die eigene Glaubens-Überzeugung zu leben und zugleich  die offenkundige Vielfalt der Weltanschauungen bereitwillig zu akzeptieren…


Referat von P.Strasser – Der Gott aller Menschen

Quellenangaben

  1. Der Gott aller Menschen – Chancen des religiösen Universalismus„,
    Peter Strasser
  2. Pro Multis„, Artikel auf Kathpedia
  3. Der Untergang des Abendlandes„,
    Oswald Spengler

Anmerkung

A – Gerhard Ludwig Kardinal Müller vertritt die Ansicht, weltweite Gerechtigkeit und wahrer Humanismus seien nur „im Lichte des Glaubens“ möglich. Er belegt diese Position mit Verweisen auf gottferne Regime. Nach der Logik des Kardinals sollten am besten alle Menschen auf der Welt katholisch werden, dann klappt’s auch mit der Moral. Auch eine Form von Universalismus, und bekanntlich nicht neu. Von der Praktikabilität einer unblutigen Katholisierung der Welt einmal abgesehen – ist Müller allen Ernstes der Ansicht, die RKK habe zu allen Zeiten eine vorbildliche Moralität gelebt?

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