Nachlese: Sturm auf Area 51 und ‚Laufen wie Naruto’…

Das Thema ist eigentlich schon längst durch, aber ich muss immer noch darüber schmunzeln: Auf der Suche nach versteckten Aliens versammelten sich zahlreiche Menschen am Wochenende in dem kleinen Ort Rachel (Nevada) – eigentlich, um die legendäre US-Militärbasis „Area 51“ zu stürmen. (Vgl.Emergency order issued for Area 51)

„Ein historischer Moment“??

Ende Juni hatte der Student Matty Roberts ein Facebook-Event erstellt und dazu aufgerufen, am 19. September 2019 jenes Sperrgebiet zu stürmen, über das sich seit Jahrzehnten abenteuerliche Gerüchte über abgestürzte UFOs, deren außerirdische Besatzung sowie militärische Geheimprojekte halten. Die Resonanz war erstaunlich groß: Verabredet hatten sich rund 2.000.000 Menschen sich auf Facebook verabredet, erschienen sind rund 3.000 (die meisten ohne Aluhut), die friedlich in der Wüste feierten.

Hm, als begeisterter Science-Fiction-Fan bin auch ich neugierig, was sich in den diversen geheimen Militärbasen weltweit wohl verbirgt – einen Konflikt mit bewaffneten Sicherheitskräften würde ich dafür nicht einmal in Erwägung ziehen.
Von daher halte ich auch entsprechende Aufrufe für bedenklich, denn eine Handvoll Übereifriger findet sich doch meistens:
Einzelne Besucher nahmen den Aufruf offenbar ernst und versuchten allen Ernstes diese durch bewaffnetes Personal gesicherte Basis der US-Armee zu stürmen. Bevor die UFO-Fans aber an den Toren der Anlage ankamen, wurden sie von einem wohl erst kürzlich ausgelegten Stacheldraht aufgehalten – anscheinend nahm selbst das US-Militär die Facebook-Ankündigung nicht ganz auf die leichte Schulter. Eine Frau habe versucht, unter dem Stacheldraht hindurch zu kriechen, sei jedoch von Sicherheitskräften ‚mitgenommen‘ worden.

Und dann ereignete sich offenbar noch eine „Sensation“, zu der mir das Hintergrund-Verständnis fehlt: Die meiste Aufmerksamkeit habe der Naruto-Runner auf sich gezogen, der hinter einem Reporter gesichtet wurde.

 

Das sagte mir alles gar nichts, vermutlich weil ich kaum asiatische Animes anschaue.

What is a Naruto run? (via metro.co.uk)

„For anyone who isn’t well-versed in anime-lingo, a Naruto or ninja run is a style of running in which person or character runs leaning forward with their arms stretched out behind them. It’s named after the way characters run in the anime series Naruto and became a widely-spread meme.

In recent years, Naruto running in large groups in real life became popular with fans of the show and of anime in general. It’s worth pointing out that Naruto running will not improve your chances of out-running any bullets, which is something anyone considering storming Area 51 should keep in mind.“

Um das mal klar zu kriegen: wenn jemand ‚wie Naruto‘ läuft, entsteht dabei der leider nur subjektive Eindruck, kugelsicher zu sein? Oder unsichtbar? Klappt das auch an einer Kassenschlange, indem man den Einkaufswagen im Tiefflug hinter sich herzieht und so an den übrigen Wartenden vorbeihuscht? Wäre eventuell einen Versuch wert, brauche ich dazu so ein Stirnband (↓) oder ist die exakte Laufhaltung maßgeblich…? 😉

„Ninjas in Naruto tragen Stirnbänder mit den Symbolen ihrer Dörfer darauf. „

Wer sich eingehender mit Naruto-Techniken befassen möchte, findet auf Wikipedia ersten hilfreichen Input.

Zu Fuß hinein, mit dem UFO zurück?

Mal für einen Augenblick angenommen, ein unvorbereiteter Besucher würde tatsächlich einen (entlaufenen) Außerirdischen in Nevada finden – was dann? Notdürftig einkleiden und im Fahrradkorb mitnehmen? Oder im White House abgeben, weil sich dort seit dem 20.Januar 2017 bereits 1 Alien aufhält, welches die meiste Zeit twittert, Erinnerungen an Erotikdarstellerinnen verdrängt und Golf spielt?

Ähnliche Fragen dürfte sich auch The Tirow gestellt haben, als er seinen Area-51-Song komponierte, der sich mit dieser Idee einer Erstürmung des Areals eher kritisch-humorvoll auseinandersetzt:

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