Corona – wo informiere ich mich?

Unterschiedliche, zuweilen ganz widersprüchliche Informationen und Mutmaßungen über Covid-19 geistern durchs Netz. Nicht nur von ‚den üblichen Verdächtigen‘, das wäre ja auch zu einfach.
Nein, sogar Mediziner und Biologen veröffentlichen ihre Privatmeinung in Videos – oftmals, um die Auswirkungen der infektiösen Lungenkrankheit zu verharmlosen und gleichzeitig die neuen Regeln – Kontaktverbot bzw. Ausgangsbeschränkung, Schließung von Geschäften, Kneipen, Cafés etc. – zu diskreditieren.
Solche privaten Statements und Unkenrufe sind zulässig, doch sie können ganz schön verunsichern.

Nun fühle ich mich bestimmt nicht berufen, anderen Menschen Vorgaben zu machen, wo sie sich informieren sollten und wo nicht. Statt dessen fasse ich einfach mal zusammen, was ich mir in Bezug auf die Krise anschaue und -höre:

  • Auf Zusammengegencorona.de hat das Bundesministerium für Gesundheit die wesentlichen Informationen über das Virus, die Übertragungswege sowie das gegenwärtige Regelwerk in dieser Ausnahmesituation zusammengestellt.
    Zusätzlich ist es zweckmäßig, auch einen Blick auf ggf. bestehende zusätzliche Bestimmungen der Länder, Landkreise/kreisfreien Städte zu werfen – also jeweils den eigenen Wohnort betreffend.
  • Auf der Webseite des Robert-Koch-Institutes findet sich eine ganze Linksammlung in Bezug auf Hintergrundinformationen zu Covid-19
    (um das alles zu studieren, braucht man schon etliche Stunden)
  • Eine vom RKI autorisierte Grafik visualisiert die Anzahl von Infektionen nach Bundesländern und Landkreisen.
    (Wer sich fragt, warum die Angaben mitunter deutlich schwanken und ‚Ausreißer‘ zu sehen sind, findet auf dem Reiter ‚Disclaimer‘ (rechts unten auf dieser Seite) eine verständliche Erklärung.)
  • Ausführlichere Erläuterungen sind dem werktäglichen Podcast des Virologen Prof. Drosten beim NDR zu entnehmen.
  • Etwas spezieller: warum es sich bei Sars2-Cov-2 nicht um eine Biowaffe handeln kann:
    DLF nova vom 17.3.2020
    → „
    Coronavirus kommt nicht aus dem Labor“, auf Scinexx.de am 19.03.2020

  • Angaben über Wirtschaftshilfe für Unternehmen und Arbeitnehmer in der Coronakrise finden sich gleich auf der Startseite des Bundesministeriums für Wirtschaft. Dort wird auch auf eine Hotline verwiesen.

  • Ferner bieten die großen Kirchen eigene religiös-spirituelle Betrachtungen, aber auch seelsorgerliche Hilfestellung in dieser Krise an.

Diese paar Links sind weder vollständig noch handelt es sich um ‚Geheimtipps‘ oder um Lieferanten von ‚alternativen Fakten‘ – vielmehr möchte ich darauf hinaus: seriöse Quellen bieten mehr als genug Infos sowie Hilfestellungen an, darunter auch abwägende Erörterungen zu verschiedenen Szenarien und der mitschwingenden Frage ‹Krisenmodus – wie lange denn noch?›:

Corona: Sinkt die Zahl der neu Infizierten? (BR, 24.3.2020)

Im Grunde besteht also keine Veranlassung, sich durch Sonderlehren und Einzelmeinungen verunsichern zu lassen – doch wie gesagt, wir sind alle erwachsen und auch für unsere ‚Informations-Hygiene‘ selber verantwortlich.

Um was es letztendlich geht, dürfte jeder von uns verstanden haben: auch wenn die Ausbreitung des Virus sich letztlich nicht verhindern lassen sollte, so kann sie doch verlangsamt werden. Und das ist lebenswichtig, damit nicht zu viele Erkrankte zeitgleich in Krankenhäusern aufgenommen und ggf. beatmet werden müssen. Denn, auch das ist nicht neu, die Anzahl der Intensivplätze und Beatmungsgeräte ist begrenzt – selbst wenn sie durch gewaltige Anstrengungen im Gesundheitswesen vergrößert wird.-

Bleiben Sie gesund oder werden Sie schnell wieder gesund.

PS: Bereits jetzt wird viel über die Zeit nach Corona fabuliert, und was man alles anders machen müsste. Na, eventuell werden einige Lehren dauerhaft gezogen. Womöglich könnte es aber auch so sein wie in diesem kurzen Gedicht:

Die Frösche
(Johann Wolfgang v. Goethe)

Ein großer Teich war zugefroren;
Die Fröschlein, in der Tiefe verloren,
Durften nicht ferner quaken, noch springen,
Versprachen sich aber, im halben Traum,
Fänden sie nur da oben Raum,
Wie Nachtigallen wollten sie singen.

Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz,
Nun ruderten sie und landeten stolz
Und saßen am Ufer weit und breit
Und quakten, wie vor alter Zeit.

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