Ein langer Weg: Seven Days Walking (Musikalisches, Gaming)

Apropos ›sanft und harmonisch‹: Einige von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, schätzen die sanften musikalischen Töne so sehr wie ich selbst auch. Vielleicht ist ja hier etwas für Sie dabei?

September – Joep Beving

Castor -S.A. Karl


Fox Tracks (Day 1) – Ludovico Einaudi · Federico Mecozzi · Redi Hasa

…und weiter mit → Day 2, ein Kommentar auf YT beschreibt das Stück so treffend mit den Worten: »A very beautiful piece. The composition transports me to a walk through the woods surrounded by maples in the fall. A soft breeze rubs my ears just the right way with crisp tenured experience.« … → Day 3→ Day 4

…Das Album trägt den Titel Seven Days Walking, die o.a. Stücke Day 1 bis Day 4 erscheinen darauf nicht alle nacheinander, sondern im Wechsel mit anderen ›Momenten‹ jeweils eines Tages, sodass die Ähnlichkeit kaum mehr ins Gewicht fällt. Dieses herausragende Album vollständig zu genießen, füllt mit 6 Stunden einen ganzen Abend aus:

Ludovico Einaudi – Seven Days Walking

Ein weiterer Kommentar dazu auf YT:»This sounds like when you are going through a very hard time – but slowly… you see some kind of hope and things get better. Whether it’s a week, a month, a year, this is about not giving up even in the most difficult of times.«

Ein etwas› anderer‹ Eindruck: »Einaudi war einfach wandern. Immer wieder den mehr oder weniger gleichen Weg. Durch die Jahreszeiten, durch die Wetterwechsel. Hat sich umgesehen im Nebel. Den Schmetterlingen zugeschaut. Den Füchsen. Dem Wind in den vereisten Ästen.« (→ »Wie sich der meistgestreamte Pianist der Welt im Wald verirrt«, Elmar Krekeler auf Welt.de)
Es stimmt schon: Um sich darauf einzulassen muss man diese Musik erstens mögen, und zweitens braucht es die passende Stimmungslage. Dennoch: von einem Verirren nehme ich hier nichts wahr.

Im Nachgang zum Beitrag »(K)ein bisschen Wärme?« frage ich mich gerade:  Wird Zärtlichkeit eigentlich ausschließlich auf körperlichem Wege vermittelt? Oder kann auch Musik ein zwar nicht gleichwertiges, aber dennoch vergleichbares Empfinden ausdrücken und auslösen?


Ganz etwas anderes:

Journey ist ein kleines, aber feines Game aus dem Jahr 2012, ursprünglich für die PS 3 konzipiert. Aufgabenstellung: »Erkunde eine uralte, geheimnisvolle Welt und ergründe ihre Geheimnisse, während du über Ruinen und Sanddünen hinwegschwebst.«
Als eine mit einer Robe bekleidete Figur läuft man durch eine riesige Wüste , auf dem Weg zu einem großen Berg fern am Horizont. Auf dieser Reise kann der Spieler weitere Spieler treffen, allerdings immer nur einen gleichzeitig; die beiden Spieler können sich gegenseitig helfen, aber nicht verbal miteinander kommunizieren. Auch der Soundtrack zum Spiel hat was, finde ich:

Habe dieses Game (seit 2019 auch unter Windows verfügbar) nie selbst gespielt, doch das 77-minütige → Walkthrough gibt einen umfassenden Eindruck: keine Gewalt, nur Erleben und Kooperation in einer eindrucksvollen Welt.


Auch Abzû ist die Geschichte einer Reise – unter Wasser. Hier lautet das Motto ganz offenkundig: Der eigene Weg ist das Ziel; Rahmenhandlung und die Historie dieser versunkenen Welt (Atlantis?) ergeben sich aus dem Erlebten.
Als einstiger Scuba-Diver fasziniert mich dieses Game noch ein klein wenig mehr als Journey: einmal ohne Tiefen- und Zeitbegrenzung das Barrier Reef oder ein vergleichbares Tauchgebiet erkunden…hach, ja…

Der Soundtrack:

Und hier noch das ebenfalls sehenswerte → Walkthrough.


 

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