Kern des Lebens?

Der Wunsch, eine stärkere Kraft als uns selbst spüren…

Was macht Menschsein aus? Unsere Fähigkeit, uns in andere hineinzuversetzen, also Mitgefühl, Empathie? Unser Bewusstsein, unsere Kommunikation, unsere Ethik, unser ‚zivilisiertes‘ Zusammenleben? Vielleicht erst eine Gesamtheit aus diesen und weiteren Eigenschaften?
Meiner Ansicht zeichnet sich Menschsein wesentlich durch seine Unvollkommenheit aus: Wir vergessen wichtige und unwichtige Dinge, oftmals scheitern wir an uns selbst, an unseren Gefühlen, welche einer gänzlich rationalen Vorgehen vielfach im Wege stehen. Diese Unvollkommenheit kennzeichnet und als Individuum und erst recht als Spezies. Schwarmintelligenz? Von wegen, als Masse verhalten wir uns oftmals dämlich und selbstzerstörerisch.
‚Unfertig und unreif‘ trifft es besser: wir haben so vieles zu lernen darum weigere ich mich, den Menschen der Gegenwart als Maß aller Dinge zu betrachten. Anders ausgedrückt: es muss etwas Größeres, Vollkommeneres, Stärkeres und Klügeres geben als uns.
Wie eine wirklich vollkommene Wesenheit beschaffen sein könnte, ist eine vielschichtige Frage; eine zentrale Bedeutung für die Menschheit erlangt sie jedoch erst, sobald die Kernfrage ‚Existiert eine göttliche Entität?‘ mit einem klaren Ja beantwortet wurde. Bis dahin dürfen wir spekulieren, wofür die alten Überlieferungen hinreichende Anregungen liefern.

Schließlich sind wir nicht nur auf Selbsterkenntnis aus, sondern „tief im menschlichen Unterbewusstsein existiert ein durchdringendes Bedürfnis, das Universum in logischer Konsequenz in seiner Gänze zu erfassen„, wie Frank Herbert („Dune“) schreibt. Dieses Streben nach Wissen und Erkennen ist freilich unterschiedlich stark ausprägt, doch es scheint mir ganz und gar undenkbar, die brennenden Kernfragen unseres Daseins für dessen gesamte Dauer komplett auszublenden. So zu tun als stelle sie sich nicht, gelingt auch nur wenigen Personen. In meinen Augen bilden (die Suche nach) Spiritualität und unser Bewusstsein gemeinsam das zentrale Element des Menschseins. (Gemeint ist die ‚Suche‘ an sich, ohne eine Festlegung auf eine einzelne Glaubensauffassung oder sonstige Voraussetzungen zu implizieren.)

…oder beweist Glaube bloß „den kommerziellen Erfolg des Sinnlosen“?

Leider geht organisierte Religiosität sehr oft einher mit dem unredlichen Bemühen zahlenmäßig kleiner, ‚elitärer‘ Zirkel, sich an der Masse der Gläubigen materiell zu bereichern. Nichts hat die röm.-kath. Kirche mehr in Verruf gebracht als ihr Ansinnen, sich das Seelenheil mit barer Münze bezahlen zu lassen. (Freilich gab es Schlimmeres, wie Unterdrückung und Gewalthandlungen – doch ihre Glaubwürdigkeit verlor diese Kirche vor allem durch ihren kategorischen ‚Verzicht auf Armut‘.)
Andererseits sagt Geschäftemacherei wenig über die ursprünglichen Glaubensinhalte aus – und darüber, ob diese nun zutreffen mögen.
Oft trifft auch nachfolgende Aussage zu, wenngleich nicht immer:

„Wenn Glaube auf Wissen trifft, bleibt eines von beiden auf der Strecke.“

Prof. Harald Lesch meinte in diesem Zusammenhang, im Grunde bestehe doch eine klare Zuständigkeitsaufteilung zwischen Wissenschaft und Glaube – die (Natur-)Wissenschaft sei maximal für die Beantwortung der vorletzten Fragen („nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“) zuständig, während Glaube/Religion nach Antworten auf die letzten Fragen zu finden suchten.

Die vorherrschende Mentalität (in Deutschland) scheint jedoch eine Entweder-Oder-Entscheidung einzufordern. Wer anders entschieden hat als man selbst und demzufolge ‚auf der anderen Seite‘ steht, gehört bekämpft …inzwischen vorwiegend mit Worten.
Bisweilen werden ziemlich fiese Geschütze aufgefahren, um Andersgläubigen argumentativ zu begegnen – darunter abwertende Bemerkungen wie: „Vermutlich können Sie sich nicht vorstellen, kein Kind mehr zu sein – darum klammern Sie sich an einen unsichtbaren Übervater.“
Wer zum Glauben an eine schöpferische Entität gelangt, sei demnach zwangsläufig dumm-naiv und habe einen Vaterkomplex? Derartige Phrasen sagen m.E. eher einiges über ihren Verfasser aus – eine Person, die Zuflucht zu banalen Denkmustern und Klischees nimmt: Die Welt ist schwarz-weiß, mit einem klaren Feindbild hat der Tag eine Struktur.
Umgekehrt empfinde ich Aussagen wie ‚die Religion verleiht meinem Leben einen Sinn‘ als unbefriedigend …irgendwie rekursiv und zudem unangenehm zweckbestimmt. Nun ja, Religion als ein starres Gebäude aus Vorgaben und Denkschablonen ist ohnehin nicht meins.

Ein perfektes, unwiderlegbares Erklärungsmodell allen Seins…

…wurde meines Erachtens noch nicht gefunden – weder in naturwissenschaftlichen Disziplinen noch seitens der Religionen und Sekten: Die Urknalltheorie kann so ziemlich alles erklären und berechnen – außer dem Urknall (vgl. Singularität). Und wie einfache Lebensformen aus unbelebten Molekülen entstehen können, wurde bis heute ebenfalls noch nicht schlüssig dargelegt, geschweige denn bewiesen (=reproduzierbar in Experimenten oder wenigstens in der Natur wiederholt beobachtet).

Wer die Dimensionen unserer Realität lediglich rational zu erfassen sucht und dazu nur akademisch-wissenschaftliche Denkmodelle zulässt, vollbringt bestenfalls unvollkommenes Stückwerk. Andererseits gelangt auch zu unvollständigen Einsichten, wer ein umfassendes Verständnis von Allem-was-ist ausschließlich durch spirituelle bzw. religiöse Ansätze erreichen will.
[Nach meiner unmaßgeblichen Vorstellung ist diese Wirklichkeit analog zu einem Fraktal aufgebaut:

SierpinskiDas Sierpinski-Dreieck ist ein 1915 von W. Sierpiński beschriebenes Fraktal – welches eine selbstähnliche Teilmenge eines (meist gleichseitig dargestellten) Dreiecks ist. Im Prinzip könnte man beliebig in diese Struktur hineinzoomen, man würde stets auf ‚dasselbe‘ Erscheinungsbild treffen. Und jeder Ausschnitt spiegelt die gesamte Struktur wider, wenngleich in einer geringeren Detailstufe.

Meinen Vergleich im einzelnen zu begründen, würde zu weit führen (und mir womöglich gar nicht gelingen). Doch ich mutmaße, mit unserem begrenzten Verstand sind wir als Individuum überhaupt nicht in der Lage, die ‚ganze‘ Realität zu erfassen …schon Kapazitätsgründen nicht.]

Klassische Paradigmen können jeweils einzelne Facetten dieser äußerst komplexen Wirklichkeit abbilden, aber niemals das Gesamtbild in allen notwendigen Skalierungen. Sogar naturwissenschaftliche Theorien gelten jeweils für einen sorgfältig definierten Wertebereich, so versagt die ART für den Augenblick des Urknalls.
Somit implizieren wissenschaftliche Modelle stets Schwachstellen – Begrenzungen, die sich bei ihren Befürwortern leicht als ‚blinder Fleck‘ auswirken. Intersubjektive ‚Wahrheit‘ wird vermischt mit Ideologie – was nicht passt, wird ausgegrenzt, verleugnet. Der verbohrte Streit zwischen „Darwinisten“ und „Junge-Erde-Kreationisten“ zeigt anschaulich auf, was ich damit meine.

Ein fest gefügtes, starres Weltbild mit klar umrissenen ideologisches Konturen besitze ich leider(?) nicht: Im Zuge meiner ‚vielfältigen Leseerfahrungen‘ wuchs die Verunsicherung: Mangels fokussierter Perspektive ergaben sich zu viele Variablen; jede Logik scheiterte an der Unvollständigkeit verschiedenster Thesen sowie vorhandener Indizien („Beweise“) für deren Richtigkeit. Im Grunde berühren viele Erklärungsversuche für mich den Bereich des Möglichen, dessen was ich für denkbar erachte …allerdings mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten:
Ein personaler Gott, der willkürlich in die materielle Welt eingreift, erscheint mir heute weniger plausibel als eine schöpferische Intelligenz im pantheistischen Sinne, welche primär die Anfangskonstanten des Universums sowie der Entstehung von Leben initialisiert hat. Darum sind meines Erachtens Überlegungen nicht von der Hand zu weisen, wonach wir Teil einer hochkomplexen Simulation sind (vgl. „Simulierte Wirklichkeit – Urknall oder Systemstart?„).

Der Dualismus gnostischer Strömungen wirft eine bedeutsame Frage auf: Ein Blick auf Geschichte und Zustand unserer eigenen Spezies sowie der von uns marode gemachten Natur lässt daran zweifeln, dass nur ein ‚gutes‘ Prinzip (oder ein gütigen Schöpfer) existiert. Eher sehe ich Anzeichen für ein konstruktives und ein destruktives Prinzip, die einander sowohl ergänzen als auch bekämpfen.
Die Katharer verbanden ihren Dualismus mit der Reinkarnationsvorstellung – die mir gleichfalls sympathisch ist: Der Gedanke eines Entweder-Oder-Ausgangs am Ende dieses einen Lebens – ewiger Himmel oder endloses Leiden in der Verdammnis – erscheint mir angesichts der vielen Einflussfaktoren unfair, die unser Handeln mit bestimmen. Statt dessen zöge ich es vor, in einem nächsten Leben nochmal zu beginnen, die Chance zu erhalten es diesmal besser zu machen …mehr zu verstehen und eine größere Integrität zu entwickeln, d.h. meine Gesinnung in meinen Handlungen auch wirklich zu verkörpern.

Sicher, ein solches Weltbild besitzt einen synkretistischen Charakter, man könnte Stückwerk dazu sagen. Vor diesem Hintergrund widerstrebt mir jede Bestrebung einer ‚Vereinheitlichung‘ oder -absolutierung per Dogma:

Wer ein Weltbild absolut setzt, macht es zur Ideologie. Ideologien verlangen die Verrenkung des Verstandes und einen Gehorsam der blind ist. Sie sind gut für jeden Krieg auf dieser Welt.Pfr. Johannes Traig

Man kann dies auch etwas provokativer formulieren, etwa so, wie Guus Kuijer dies in seinem Buch „Bibel für Ungläubige“ zum Ausdruck bringt:

„Was haben die Götter von unserer Untertänigkeit? Dass sie bis in alle Ewigkeit selbstgefällig mit ihren lebenden Puppen spielen können?“ Etwas nachdenklicher folgt dann jedoch die Frage: „Sind sie tatsächlich so kindisch, oder verstehen wir sie nur falsch?

Über Gott/die Götter zu urteilen, geht mir persönlich dann doch zu weit – zumal nicht klar wird, ob wir seine/ihre Botschaft jemals unverfälscht erhalten haben. Irgendein Kleriker/Priester/Prophet funkt im Laufe der Jahre doch immer dazwischen und mischt seine eigenen Vorstellungen mit unter.
Vor diesem Hintergrund neige ich zu der Annahme: vielen (allen?) Religionen ist etwas Richtiges zu entdecken – und nicht nur dort, sondern selbstverständlich auch in der Natur- und Geisteswissenschaft.

Erstrebenswert wäre die offene Vernetzung verschiedener Weltbilder, anstatt sich mit einer dogmatisch fixierten, einengenden Lehrmeinung zu begnügen – mit dem Ziel einer Synthese, welche auftretende (und vermutete) Widersprüche nicht ignoriert, sondern deren Gegenstand von allen Seiten erforscht.
Dass die Naturwissenschaft mit ihren festgeschriebenen Vorgehensweisen sich darauf innerhalb ihrer klassischen Disziplinen nicht einlässt, nicht einlassen kann, leuchtet mir ein. Was spricht aber gegen eine ‚interdisziplinäre‘ Forschungsrichtung – vielleicht „Metaphysik“? Auch ein synthetisiertes Weltbild kann niemals statisch („fertig“)  sein, vielmehr stellt es einen nicht endenden Prozess der Erkenntnisgewinnung – und wird ebenfalls Schwachstellen haben …etwa jene, welche die Päpste seit einigen Jahrzehnten als ‚Synkretismus‚ brandmarken.

 

Wozu führen wir dieses ‚materielle‘ Leben?

Warum sind wir hier – bloß um ‚eine schöne Zeit‘ zu haben, uns als jemand besonderes fühlen …zu konsumieren, an der Spaßgesellschaft teilzuhaben und auf diese Weise das Wirtschaftswachstum zu fördern …einem maximalen Hedonismus zu frönen, also einzig Lust bzw. Freude anzustreben und jedes Missempfinden, jeden Schmerz zu meiden?
Hedonismus bezeichnet eine philosophische bzw. ethische Strömung, laut der einzig Lust bzw. Freude und die Vermeidung von Leid intrinsisch oder allgemein wertvoll sei(en). Im alltagssprachlichen Gebrauch mit dem Begriff Hedonismus häufig eine nur an momentanen Genüssen orientierte egoistische Lebenseinstellung bezeichnet.
Nun ja, zwischen meinem 15. und 25. Lebensjahr hatte ich auch kaum anderes im Kopf als ‚Spaß haben‘, wozu der maximal mögliche Verzehr von Alltagsdrogen unentbehrlich schien. Im Jahrzehnt danach waren dann „meine Statussymbole“/“meine trophäenhaft schöne Lebensabschnittsgefährtin“/ „meine Karriere“ angesagt. Von daher habe ich nun wirklich keine Veranlassung, eine profan-materialistische Lebenseinstellung bei meinen Zeitgenossen zu bemäkeln.
Und doch stellt sich da eine Frage: Allein dafür sind wir hier?

Soll das wirklich alles gewesen sein???

„Niemand ist mehr Sklave als der, der sich für frei hält, ohne frei zu sein.“
Goethe hatte mit dieser sicher keine materielle Versklavung im Sinn. Zwar sind sind wir eingebunden in wirtschaftliche, soziale und politische Zwänge – dennoch bietet unser persönliches Leben mehr Facetten und Gestaltungsräume als jeder Generation vor uns – zumindest theoretisch. Wohlstand ist demzufolge nichts Negatives. Nur, sobald Konsum- und Statusdenken zur einzigen Lebensmaxime erhoben werden, bleiben wir unserem eigentlichen Potenzial zurück.
Das 24/7-abrufbare Ablenkungsschema „Brot und Spiele, aber bloß nicht ernsthaft über’s eigene Leben nachdenken“ birgt eben diese Versuchung, zumal eine längere Freizeitspanne ganz ohne TV/Internet für viele kaum mehr vorstellbar ist. Eigenverantwortung impliziert für mich den Anspruch, sich der selektiven Wahrnehmung möglichst zu widersetzen und das Wesentliche, das eigentlich Wichtige zu suchen. Wissenserwerb ist freilich mit Anstrengung verbunden; flimmernde Bilder mit ausladenden Brüsten oder blutrünstiger Action sind meist fesselnder.-

Dieser Blog will niemanden von irgendetwas überzeugen – sondern erforschen, wonach Menschen suchen, nach welchen Prinzipien sie leben und was sie sich für das ‚Danach‘ erhoffen. Dabei fokussiere ich mich primär auf die europäischen, ‚abendländischen‘ Kulturraum. (Letztlich hat das ‚Aufschreiben und dabei durchdenken‘ auch eine eindeutig egoistische Komponente: Welcher Nichtkatholik außer mir interessiert sich z.B. für eine kritische Würdigung der kath. Mariendogmen? Das Schöne an diesem Blogformat ist ja: kein Beitrag muss gelesen werden, um den Rest zu verstehen.)
Schreibend versuche ich mir die Welt zu erklären. Dieser Erkenntniswunsch äußert sich in vielen offenen Fragen:

  • Was ist unser Ursprung?
  • Worin besteht unser Bewusstsein? Was ist Realität?
  • Warum ist unser Wesen derart widersprüchlich?
    Wie ist es möglich, dass wir Idealen wie Menschenrechten und ‚Nächstenliebe‘ huldigen – zugleich aber im Überschuss schwelgen und zeitgleich Millionen Angehörige unserer Spezies hungern, leiden und sterben lassen? Dass die Spekulation mit Nahrungsmitteln auch im 21. Jahrhundert noch legal ist?
  • Gibt es eine schöpferische Kraft / einen persönlichen Gott?
    Falls ja: Was ist das Wesen dieser Gottheit und worin besteht ihr Plan für die Menschen?
  • Was bleibt (von) uns nach dem physischen Tod?
  • Paranormale Phänomene klammere ich zwar nicht pauschal aus, doch Telekinese und vergleichbare Anomalien sind weit, sehr weit von meinem persönlichen Erfahrungshorizont entfernt…ich habe keinen Zugang dazu. Andererseits: Manches von dem, was im 21. Jahrhundert zum technologischen Standard zählt – etwa drahtlose Kommunikation oder holografische Projektionen – hätte vor 150 Jahren vermutlich als ‚paranormal‘ gegolten…

Mir ist bewusst, nicht einmal auf eine dieser Fragen werde ich eine abschließende Antwort finden. Die verbleibende Zeit ist nun einmal so begrenzt wie mein Auffassungsvermögen.

Zugleich stelle ich mir die Frage: Welche Zukunft erwartet die menschliche Zivilisation im Diesseits?
Bevölkerungsexplosion, absehbare Verknappung von Bodenressourcen sowie die erschreckende Zunahme eines gewaltbereiten, religiösen Fanatismus werte ich als Indizien für eine eskalative Zuspitzung mit unabsehbarem Ausgang. Auch wenn weder ein 3.Weltkrieg – endend im atomaren Holocaust – zustande kommt noch uns auch der Himmel auf den Kopf fällt – das Überleben der Menschheit dürfte mittelfristig davon abhängen, ob ihr (nicht ‚uns‘, denn meine Generation wird davon nicht mehr viel mitbekommen) die Kolonisation des Weltraums gelingt. Unverständlich, weshalb Politiker und Industrielle nicht ihre gesamte Energie und Zeit auf dieses eine (fraglos profitable) Vorhaben verwenden.

Zielsetzung

Meinen Wissensdurst und Wunsch nach spiritueller Erkenntnis habe ich jahrzehntelang vertagt – um die 40 stellte ich fest: ich war satt, befand mich in materieller Sicherheit und zugleich äußerst unzufrieden. Innere Leere, ein Verlangen nach Antworten machten sich nun deutlich bemerkbar; deshalb begann meine ‚Suche‘, von der ich bezweifele, dass sie jemals abgeschlossen sein wird. Goethe als Vorbild vieler ‚Suchender‘ empfand dies ähnlich:

“Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß;
mit dem Wissen wächst der Zweifel.”

horizonMeine Hoffnung: Kein endgültiger Tod der Seele, kein Ende des Bewusstseins.
Meine persönliche Gewissheit: Keine ewigen Höllenstrafen! Diese clever inszenierte Drohkulisse mit dem Ziel, andere Menschen zu ängstigen und zu kontrollieren, ist keine ernstliche Option eines Schöpfergeistes. Der unbeirrbaren Konsequenz des eigenen Entscheidens und Handelns entgeht freilich niemand: was wir ernten, haben wir selbst gesät (ggf. in einem früheren Leben).
Angst vor dem Tod als Zustand mag unbegründet sein – indessen bleibt die Furcht vor einem langsamen, schmerzvollen Sterbeprozess bestehen. Ich verstehe die Gedanken unheilbar kranker Menschen, wenn ihre Schmerzen und ihr ganzes Dasein unerträglich werden – ist Suizid in so einem Fall eine Sünde, d.h. mit tragischen Konsequenzen verbunden?

* * *
„Wer bin ich? – Was ist mein Sein? –
Mein eigen Ich erkenn‘ ich, doch was bin Ich?
Ich fühle, dass ich bin
und heißes Streben regt sich in mir,
zu wissen – warum ich bin, weshalb ich ward.
 
Lass mich die Kraft erkennen, die mich ins Dasein rief,
die mir Leben gab, die Einsicht, dass ich sei
und das Bewusstsein gab: Ich bin!
Warum bin ich?
Das will ich wissen, muss es wissen!
Antwort erwarte ich, in heißester Begierde.
Und wenn du bist, o Schaffenskraft, so offenbare dich!
Zeige dich und was dein Wille!“
(Leopold Engel)
 Letzte Bearbeitung: 19.03.2017
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