Wieviele Engel passen auf eine Nadelspitze?

Die Frage kam mir heute beim Binge Viewing (Komaglotzen klingt so negativ) der Serie „Humans“ unter. Nun habe ich mich mit Engeln sowie ihrer möglichen Existenzform, Hierarchien und Kernkompetenzen noch nie eingehend befasst – und das habe ich auch nicht vor.
Der Grund dafür ist eher pragmatischer Natur: Wenn Gott allmächtig, allwissend und bitte nicht mit einem typisch menschlichen Ego ausgestattet ist (wovon ich jeweils ausgehe), so braucht er keine Engel. Weder als himmlische NSA-Variante, noch als Messenger- bzw. Parcel-Service, nicht für’s Eventmanagement und schon mal gar nicht als Werbeträger. Alles, was die Himmelsboten für ihn erledigen könnten, gelingt ihm selbst viel leichter, schneller und vollkommener
Dies ist freilich nur meine persönliche Überlegung und ganz sicher keine ‚Beweisführung‘, nicht mal eine Behauptung mit sicherem Fundament. Niemandem soll sein persönlicher Schutzengel aus-, aber auch sicher nicht eingeredet werden. (Wer sich für Engel interessiert, findet hier auf WamS Online recht ausführliche Basis-Informationen bis hin zu ihrer genauen Anzahl…)

Fest steht in diesem Kontext: An Engel zu glauben, ohne an Gott zu glauben, ist inkonsequent. Die Vermischung von Alien-Sichtungen mit Engeln aufgrund vermeintlicher optischer Ähnlichkeiten (also die Schilderung von Begegnungen mit „außerirdischen Engeln“ – oder handelte es eher engelsgleichen Außerirdische…?) führt erst recht auf einen esoterischen Irrweg.
Die Prä-Astronautik, also die Däniken-Gemeinde, sieht zwar Anzeichen dafür, dass es sich bei den in der Bibel erscheinenden Engel fast ausnahmslos auf der Erde gelandete (bzw. wegen eines kaputten UFOs gestrandete) Außerirdische gehandelt habe. Darüber mag jeder denken was er will, doch falls Abraham, Maria und Johannes einem Außerirdischen begegneten, so war es eben kein Engel im biblisch-theologischen Sinne – denn der Bezug zu einem transzendenten Gott wäre in diesem Falle nicht vorhanden gewesen.
Es handelt sich um zwei gänzlich verschiedene Konzepte – ein der materiellen Welt zugehöriges Lebewesen von einem weit entfernten Planeten ist an Raum und Zeit gebunden steht deshalb in einem direkten Kontrast zu einer transzendenten, an Gott gebundenen Wesenheit – deshalb macht man es sich für mein Empfinden mit solch einem Engel-Alien-Mix unnötig kompliziert. Im übrigen man kann sehr wohl an Gott glauben, ohne überhaupt von Engeln zu reden.

Die Frage, wie viele Engel denn auf einer Nadelspitze Platz hätten, zählt zu den sehr theoretisierten Gedankenübungen der Scholastik und diente in dunklen Zeiten der RKK auch als Fangfrage, um die Glaubensfestigkeit eines der Apostasie Verdächtigten zu testen. Dahinter steht die Vorstellung, Engel seien nicht materielle Substanzen, also Wesen ohne Körper – sodass in der Tat unendlich viele Engel auf eine Nadelspitze passten. Während der Scholastik gab es eine verbreitete Methode der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Bezeichnung Quaestio. Sie war als „Disputation“ neben der „lectio“ (Vorlesung) im scholastisch bestimmten Mittelalter die übliche Lehr- und Lernmethode. Angelehnt an diese Methode ist eine entsprechende literarische Form, die Quaestiones, in der viele mittelalterliche Abhandlungen verfasst waren. [Vgl. Quaestio (Lehrpraxis)]

Das war aber, bevor die reformatorische Theologie mit ihrer Konzentration auf das Kreuz und erst recht die Aufklärung mit ihrem Rationalismus die Engel immer weiter in den Hintergrund gedrängt haben. Schleiermacher kam zu dem Schluss, das Einzige, was als Lehre über sie aufgestellt werden könne, sei, „dass Offenbarungen ihres Daseins jetzt nicht mehr zu erwarten sind“. Im Zuge einer radikalen „Entmythologisierung“ der biblischen Auslegung und damit der Glaubenslehren nahmen Engel in der Theologie eher ein Schattendasein ein, was dem Volksglauben allerdings kaum geschadet hat.

Und Karl Barth widmete noch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts seiner Kirchlichen Dogmatik einer Engelslehre ganze 195 Seiten.
Engel kommen in beiden Teilen der Bibel vor – je nach Ausgabe in etwa 280 Versen, wobei die Johannes-Offenbarung mit an die 70 Treffern eindeutig vorne liegt. Keines der vier kanonisierten Evangelien kommt ohne Engel aus.

„Wenn das Prinzip sola scriptura das Leseprinzip für die Bibel ist, dann muss sich all unser Fantasieren und Dichten über Engel nur von der Schrift leiten lassen. Was aber in der Schrift über Engel positiv verhandelt wird, müssen wir […] herausfinden, was an diesen Texten unsere Existenz wahrhaftig trifft.“1

Robert Leicht, der Verfasser des ZEIT-Artikels über den Engelsglauben („Was Engel sind“) spricht noch weitere bedenkenswerte Aspekte an, darunter „das kindliche Vertrauen in Gott und seine Verheißungen“. Diesbezüglich ist jede Häme absolut fehl am Platz, denn das „Kindliche“ an diesem Vertrauen beziehe sich vor allem auf den Status der Beziehung, nämlich der eines Kindes zu seinem Vater, eines Geschöpfes zu seinem Schöpfer. „In dieser Beziehung können wir uns die Engel als Vertrauenspersonen nur wünschen“, schreibt Leicht weiter, „solange wir wissen, wem dieses Vertrauen erstlich und letztlich gilt“.-
„Glaube ist ein Geschenk“ – und wenn mein einstiger Kinderglaube schrittweise dem Erwachsenwerden gewichen ist, sehe ich darin absolut keinen Anlass zu ungeteilter Freude. Andererseits suche ich nicht nach einer Möglichkeit, mich selbst übers Ohr zu hauen und per Autosuggestion an Glaubenselementen festzuhalten, die mir heute weder einsichtig noch vor dem gegenwärtigen Wissensstand begründbar erscheinen.

So, das war’s auch schon zum Thema Engel – mich hatte halt die Nadelspitzen-Frage stutzig gemacht und ich wollte ihr kurz nachgehen. Am meisten erstaunt hat mich dabei, dass „Sankt Michael als der Schutzpatron der Soldaten und – man unterdrücke bitte das Gelächter – der Fallschirmjäger gilt. Von wegen ‚Fürst der himmlischen Heerscharen’…“1.

Quelle:

  1. Was Engel sind – Kein Aberglaube, sondern ernster Kinderglaube.„, ZEIT Online, 2010)
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Nackte Realität vs. glückliche Illusion – was ist vorzuziehen?

Im Vorwort zu seinem religionskritischen Buch „Denn sie wissen nicht was sie glauben“ wirft Franz Buggle eine schwerwiegende Frage auf:

Sollte in zentralen Lebensbereichen jedes vermehrte Wissen dazu dienen, den Menschen glücklicher machen? Ist eine unwissende Geborgenheit in einer umfassenden Illusion dem vollständigen, ent-täuschenden Wissen ‚besser‘ für uns Menschen, weil unser Leben dann ruhiger, zufriedener verläuft?

Spontan würden viele wohl die ‚ganze Wahrheit‘ einer Illusion vorziehen, doch wie oft lassen wir uns nur zu gerne ein wenig einlullen und beruhigen, indem wir einen nagenden Teil unseres Wissens erstmal beiseite schieben? Ganz so einfach oder banal ist de Beantwortung dieser Fragestellung also nicht.

„Opa ist jetzt im Himmel.“

Vergegenwärtigt man sich unser menschliches Naturell, wird die Zwangsläufigkeit der Entstehung von etwas wie Jenseitserwartungen und Religion schnell sichtbar: Bekanntlich besitzt unser Selbst eine rationale und eine starke emotionale, intuitive und nicht selten irrationale Komponente. Beide bestimmen unser ‚fühlendes Denken‘, ebenso wie eine Flut von Abwehrmechanismen und sonstigen ‚Tricks‘, mit denen wir die bisweilen unerfreuliche und manchesmal entsetzliche Realität leichter zu verkraften suchen.
Der Tod ist aus biologischer Sicht unschwer zu erklären; für ein Wesen mit einem starken Ich-Bewusstsein stellt er zugleich eine fast unlösbare Herausforderung dar: Dass unser eigenes Ich plötzlich aufhört zu existieren, ist für viele von uns schlicht unvorstellbar.

Nach einigen Vollnarkosen relativiert sich diese Überzeugung etwas: Das bewusst wahrgenommene Ich war ‚weg‘ und ich erinnere mich gut an mein Erstaunen, wie meine Sinne und mein Denkvermögen laaaangsam zurückkehrte – gefühlt dauerte es eine halbe Stunde – …zuerst nur Licht, Stimmen, erst später wurden die vielen Fragen durch mein eigenes Denken und Erinnern beantwortet. Die Zeit dazwischen war …hmm, interessant. Klinisch betrachtet war ich mehr als nur ein wenig verwirrt und die anwesenden Mediziner mussten mich fast anschreien, damit ich nicht sofort aufstand und umher stolperte …was so kurz nach der OP nicht ganz unproblematisch verlaufen wäre.

Jedenfalls ließ dieser langsame Prozess der ‚Rückkehr‘ meine innere Überzeugtheit brüchig werden, dieses Ich könne doch unmöglich ‚einfach so‘ aufhören zu sein. Freilich war da eine zweite Instanz, nämlich jene, die diesen Aufwachvorgang genau beobachtete und die präzise Erinnerung daran bewahrt hat …eine Art Meta-Ebene meines Bewusstseins. Nur, solange die Narkose voll wirkte, war auch diese Instanz deaktiviert, zumindest habe ich keinerlei Erinnerung an diese Zeit. Lediglich die OP-Narbe dient mir als ziemlich objektiver Nachweis, dass die Zeit nicht etwa stillgestanden hat. Das Leben ging weiter, auch ohne mich – und so wird es sich auch nach meinem Tod verhalten.)

Trotzdem, das Ende unserer Existenz ist ein Phänomen, mit dem wir uns nicht leicht abfinden. Dies trifft ebenso beim Verlust einer geliebten bzw.  bedeutsamen Person zu. Resultierend mussten wir uns ein Konstrukt als Ausweg erschaffen, welches die zukunftsbejahende Vorstellung ‚Es muss doch irgendwie weitergehen‘ stärkte und konkretisierte.

Opa ist jetzt Himmel.“ Als Kind war diese Aussage ein gewisser Trost für mich: Wenn der Großvater ab sofort an einem anderen Ort weiter lebte und es ihm dort sogar besser erging als zuletzt hier mit all seinen Krankheiten und Gebrechen, so war der Abschied für mich weiterhin schmerzlich, doch ich kam leichter damit klar …so konnte ich mir vorstellen, er sei nur verreist und wir würden uns am Ende seiner und meiner Reise wiedersehen und ganz viel zu erzählen haben …Opa konnte wunderbar anschaulich erzählen, ich hörte ihm stundenlang zu und alles andere um mich herum verlor an Bedeutung.

Die kritischen Fragen, ob dieses naive Konzept eines Himmels für nette Menschen denn wirklich real sei, kamen mir erst ein paar Jahre später in den Sinn. Trotzdem bin ich dankbar für diese kindgerechte Aussage, selbst wenn es sich vielleicht nur um eine Art von Placebo handelte.
Für mein Auffassungsvermögen im Alter von 9 Jahren war dieses Rezept genau das Richtige – aber zeitlebens?
Heute bin ich fast genau 20 Jahre jünger als der Großvater zum Zeitpunkt seines Todes – und ich möchte zu gerne wissen, was mich nach meinem Lebensabend erwartet. Dieser Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen, bevor es so weit ist …das ist mir auch klar. Doch mein Denken wehrt sich mehr und mehr dagegen, mich einer eventuellen Illusion (oder noch schlimmer: einer professionellen Vermarktungsstrategie) zu unterwerfen – ohne zu wissen, worauf ich mich da einlasse.

Vertrauen ist gut. Blindes Vertrauen ist besser?

Fast alle mir bekannten Religionen stellen zunächst einmal eine Flut von Bedingungen auf, bevor sie uns etwas geben (=versprechen):

  • Was wir in Bezug auf Gott (und seine Kirche) glauben sollen, und was wir auf keinen Fall glauben dürfen,
  • einen strikten Verhaltens- und Moralkodex – in einem Maße, das weit über den gesetzlichen Rahmen hinausgeht,
  • …ja und dann wollen sie meist auch noch Kohle (nicht selten wird zusätzlich zur verpflichtenden Kirchensteuer noch sozialer Druck aufgebaut, sich an ‚freiwilligen‘ Zuwendungen wie Spenden und Kollekten zu beteiligen. (Wer in der Grundschulzeit zur Adventszeit kein fröhlich klimperndes Disapora-Kästchen (mit eigenhändig bemalter Vorderseite) mitbrachte, wurde ausgegrenzt. Weshalb mein durch dergestalt zwanglose Gruppendynamik motiviertes Eintreiben von Kleinstspenden daheim für höchst kontroverse Diskussionen sorgte, verstand ich damals nicht.)
  • Das ist noch immer nicht alles: Zuguterletzt haben die Mitglieder über ihre Verstöße gegen diese und viele weitere Paragraphen der Vereinssatzung in einem ausgeklügelten Kontrollverfahren regelmäßig Rechenschaft abzulegen. Die RKK bezeichnet dieses Controlling als Beicht-Sakrament und versucht den Eindruck zu erwecken, die Bibel schreibe dergleichen implizit vor. (Gegen zwischen-menschliche Vergebung ist ganz und gar nichts einzuwenden und auch eine Vergebung Gottes ist für mich von Bedeutung. Letztere wird nach meiner Vorstellung aber wohl warten müssen, bis er und ich direkt miteinander kommunizieren …sofern dies jemals eintritt. Eine institutionalisiertes Vergebungsritual, welche die Entscheidung Gottes quasi ungefragt antizipiert, erachte ich als falsch und nicht glaubhaft.)
    In anderen Glaubensgemeinschaften existieren statt dessen Prinzipien, der gegenseitigen sozialen Kontrolle bis hin zur Denunziation.

Wer die geistlichen Konditionen sowie die monetären Verpflichtungen auf bestmögliche Weise erfüllt, erlangt vielleicht (aber nur vielleicht!) eine Chance auf das, was je nach Konfession als Erlösung, Errettung oder Paradies bezeichnet wird. Falls Sie nun den Eindruck haben, das klinge fast wie ein äußerst erfolgversprechendes Geschäftsmodell, dann aus dem einen Grund: genau das ist es! Wobei ein ‚Anbieterwechsel‘ auf höchst subtile Weise erschwert wird.
Was wurde eigentlich aus Mt 10,8 – „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben„???

Heute besteht hierzulande (evtl. mit Ausnahme einzelner süddeutscher Bergdörfer) dankenswerterweise keinerlei Zwang, einer organisierten Glaubensgemeinschaft anzugehören – nur, die Fragen nach dem Jenseits werden weiterhin gestellt, auch außerhalb von straff organisierten Religionen.
Seit ich für mich eine Form konfessionsloser Gläubigkeit gewählt habe, sehe ich die Frage des ‚richtigen Glaubens‘ (welche theologischen Annahmen kommen der Realität am nächsten?) sowie den moraltheologische Aspekt im Vordergrund. Verinnerlicht habe ich die Aussage, Gott erwarte von uns ein integres Verhalten, wie es etwa die Zehn Gebote vorgeben.
Damit habe ich weiterhin kein Problem, ganz im Gegenteil: Ein gewaltfreier, nicht von Neid und Respektlosigkeit geprägter Umgang miteinander erscheint mir erstrebenswert, ja zwingend notwendig. Abtreibung lehne ich ab, sofern keine Vergewaltigung vorliegt oder die Gesundheit der Mutter ernstlich bedroht ist. Ehebruch finde ich doof und äußerst egoistisch (insbesondere auch gegenüber den gemeinsamen Kindern), das Eigentumsrecht ist essenziell und den eigenen Eltern mit Achtung zu begegnen, erachte ich als angebracht.

Konditionierung ersetzt eigenverantwortliche Ethik?

Konservative Theologen verlangen freilich weitaus mehr von Christen als das, was eine funktionierende Sozialethik erfordert: vollständiger Verzicht auf sexuelle Freizügigkeit auch für Unverheiratete, ein striktes Verbot der Ehescheidung (bei kirchlicher Eheschließung) sowie das Ausbleiben „widernatürlicher“ Sexualpraktiken (gemeint sind Homosexualität und sämtliche LGBT-People) seien als Beispiele genannt. Nun will ich nicht ergründen, ob der Zeitgeist und die Lebenswirklichkeit der Mehrheit  dem diametral widersprechen – denn das ist nicht die Frage.

Es geht mir hier um ein anderes grundsätzliches Problem: Aus welchem Grund sollten sich gesetzestreue Bürger in einem säkularen Staat von theologischer/kirchlicher Seite zusätzliche Vorschriften beispielsweise über ihr Sexualleben (das niemanden schädigt oder beeinträchtigt), die Anzahl ihrer Nachkommen (Stichwort Geburtenkontrolle und Verhütung) oder den Tages-/Wochenablauf auferlegen lassen, solange für sie nicht einmal absehbar ist, ob die bedingten Zusagen denn überhaupt eingehalten werden können??
Doch wohl nur insofern, als für die betreffenden moralischen ‚Leitplanken‘ ein rationaler Beweggrund sichtbar wird – was zB in Bezug auf Treue in der Ehe (wie auch in einer festen Partnerschaft, solange sie Bestand hat) und Respekt gegenüber den eigenen Eltern durchaus der Fall ist – beides wird vom deutschen Staat nicht wirksam sanktioniert. Die fortgesetzte Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen hingegen lässt sich nach meiner Auffassung durch nichts sachlich begründen.

Ein ethischer Maßstab bzw. seine Beachtung sollte gerade nicht von externen Versprechungen abhängig gemacht werden, sondern zuallererst von eigener Einsicht in das Richtige und Notwendige und natürlich den jeweils geltenden Gesetzen. Anders gesagt: Dass ich keine Frauen angrapsche, niemanden bestehle und keine Steuern hinterziehe (über Mord, Vergewaltigung und üble Nachrede muss ich mir erst recht gar keine Gedanken machen), folgt zweierlei Beweggründen: Derartiges Verhalten erachte ich als falsch, ich würde mich richtig mies dabei fühlen (diese Erfahrung kennt wohl jeder angesichts kleiner Vergehen und Jugendsünden). Und zweitens bemühe ich mich, aus grundsätzlichen Erwägungen auch solche Bestimmungen (des Staates) einzuhalten, welche mir weniger einsichtig erscheinen (zu schnelles Fahren bei lauter Musik war zB eine meiner Schwachstellen…).

Ob man für moralisch integres Verhalten „in den Himmel kommt“ oder nicht, besitzt zunächst keinerlei Relevanz für ein sozial akzeptables Verhaltenskonzept. Da kommt es, glaubt man den Theologen, halt nicht nur auf die Pflicht an, sondern zusätzlich auf die Kür: Von den Vereinsmitgliedern wird eben einiges mehr erwartet, wie bereits erläutert.

Die gegenläufige Argumentation stützt sich u.a. mehrere Aspekte:

  • Wer nicht an Gott glaubt, kann/darf sich auch nichts von ihm erhoffen.“ Auch so eine typische von Eifersucht und Missgunst geprägte Aussagen von Menschen. Ist nicht davon auszugehen, dass ein allwissender und vor allem gütiger Gott genauer hinschaut? Für Nicht-Glauben kann es tausenderlei mögliche Ursachen geben …wer nicht an Gott glaubt, wird sich zudem auch selten etwas von ihm erhoffen, denn das wäre inkonsequent im Denken. Doch warum sollte Gott seinerseits ähnlich formale Kriterien anlegen, wie wir Menschen dies oft und gerne tun. Darüber wissen wir schlicht nichts und es ist müßig zu spekulieren.
  • Von kirchlicher Seite wird der Glaube an Gott vermischt mit der Zugehörigkeit zur und Gehorsam gegenüber der Kirche. „Extra ecclesiam salus non estAußerhalb der Kirche gibt es kein Heil.“ Mit diesem weitgefasstem Grundsatz wird die vorgeblich autorisierte Mittlerschaft zwischen Gott und dem einzelnen Menschen als unausweichlich inszeniert – wer an Gott glaubt, zugleich aber keine religiöser Organisation angehören will, der dürfe sich demnach ebenfalls nichts von Gott erhoffen.
    Ein erfolgsorientiertes Geschäftsmodell (s.o.) vermittelt seiner Zielgruppe stetigen Bedarf (in diesem Kontext eher Bedürftigkeit) und sichert sich jeden erdenklichen Wettbewerbsvorteil…

Meine einige Jahre nach dem Großvater verstorbene Oma hatte diese Bedingungen übrigens nur zum Teil erfüllt und – ich war inzwischen um die 13 – sollte nun ebenfalls „im Himmel“ sein. Der Oma wünschte ich nur das Beste, doch nun fiel es mir nicht mehr so leicht, den tröstenden Worten Glauben zu schenken. Großmutter war zwar keine rebellische Natur, doch sie hinterfragte zeitlebens staatliche und klerikale Autoritäten und befand selbst darüber, was ihr persönlich glaubwürdig erschien und was nicht. Zugleich war sie eine herzensgute Frau – aber das alleine reicht eben nicht für den Himmel, zieht man den Anforderungskatalog christlicher Theologie zu Rate.

Drohbotschaften: Es ist genug!

Soweit es mich betrifft, hat sich im Laufe meiner ‚Suche‘ ein klares Kriterium herausgebildet: Wer mir droht und versucht, mir Angst einzujagen (das ewige Höllenfeuer erfreut sich gerade unter islamischen wie christlichen Fundamentalisten wieder wachsender Beliebtheit als Missionierungsinstrument), der hat schon verloren. Alsbald fällt bei mir ‚die Klappe‘ – keineswegs aufgrund banaler Verdrängung: Mit der Drohbotschaft insbesondere röm.-katholischer Provenienz habe ich mich ausgiebig auseinandergesetzt – zunächst höchst unfreiwillig in ganz jungen Jahren, später in Gesprächen und anhand geeigneter Literatur – sodass ich sie nunmehr entschieden zurückweise: „Für mich bitte nicht!“
Immunisierungsstrategie? Klar. Wie sollte man sonst damit umgehen, wenn einem sowohl die Hardliner unter den Muslimen als auch die der katholischen sowie der evangelikalen Seite mit ewiger Verdammnis drohen, falls man nicht ihrem Glauben folge? Am besten mit den eindringlichen Worten: „Entscheide dich noch heute, Bruder. Schön morgen könnte es zu spät sein!
Die großen christlichen Kirchen belassen es inzwischen meist bei dezenten, gleichwohl unüberhörbaren Hinweisen auf die Existenz des niemals endenden Höllenfeuers. So erklärte der inzwischen emeritierte Papst Benedikt XVI. im Jahr 2007 in der römischen Pfarrei Santa Felicita:

Jesus ist gekommen, um uns zu sagen, dass er uns alle im Paradies haben will und dass die Hölle, von der man in unserer Zeit so wenig spricht, existiert und ewig ist für jene, die ihre Augen vor seiner Liebe verschließen.

Der Vollständigkeit halber: In dieselbe Hölle wandern lt. röm.-kath. Lehre auch jene, die die ihre Augen vor ’seiner einzig wahren Kirche‘ (der RKK) verschließen – und abwandern. (Vgl.Aus theologischer Sicht gibt es eigentlich keinen Kirchenaustritt„, domradio.de / „Wegen ‚Kirchenaustritt’ nicht automatisch exkommuniziert„, kath.net)

Triptychon Der Garten der Lüste, rechte Tafel: Die Hölle

Zu jenseitsbezogenen Strafandrohungen muss sich irgendwie verhalten, wer in seiner religiösen oder areligiösen Ideologie vollständig gefestigt bzw. festgefahren ist. In meinem Fall geht das am besten, indem ich mich schlau mache, Diskussionen führe und dadurch zu einer eigenen Einschätzung gelange. Der Aufwand hat sich gelohnt, denn schon lange gelingt es keinem jener Angstmacher mehr, mich bis ins Mark zu verunsichern. Sollte ich mich heute gruseln wollen, schaue ich mir Gemälde von Hieronymus Bosch an.

Allgemeiner formuliert: Mit den ernsten  Fragen unseres menschlichen Daseins kann man sich kaum sinnvoll befassen, solange man innerlich vor Angst bebt. Das Resultat wäre andernfalls bloß eine Art von religiösem Stockholm-Syndrom (ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen). Wenn ausgelieferte Opfer Zuneigung zu den Tätern entwickeln, dann nur aus einem Grund: weil ihnen in der konkreten Situation nichts anderes übrig bleibt, um nicht ihre seelische Integrität zu verlieren (Unterordnung als Schutzmechanismus).

Karl Barth vertritt gleich zu Beginn seiner „Kirchlichen Dogmatik“ (Band I, 1. Halbband) die Auffassung: “

…indem sich die Kirche zu Gott bekennt, bekennt sie sich auch zu der Menschlichkeit und zugleich zu der Verantwortlichkeit ihres Handelns.“

Es scheint, von dieser Verantwortlichkeit bemerkt die Mehrzahl der Menschen in Deutschland nicht allzu viel. Und in dem Maße, wie anstelle einer sachlichen Diskussion wiederum mit Verdammnis gedroht und kategorisch Gehorsam eingefordert wird, entfernt sich die RKK immer weiter von dieser Mehrzahl – die „Diktatur des Relativismus“ vehement zu beklagen, ändert nur sehr wenig an Kirchenaustritten und der noch weitaus häufigeren inneren Verabschiedung.-

Fazit

Auf die Eingangsfrage – könnte eine schonende Illusion glücklicher machen als eine unverkleidete, unangenehme Wahrheit? – kann keine allgemeingültige Antwort gegeben werden. Präferenzen von Menschen sind halt so unterschiedlich wie ihre Persönlichkeit, Sozialisation und Erziehung. Ebenso könnte gefragt werden: ‚Ist Eskapismus bis hin zur Realitätsflucht sinnvoll?‘ Von der negativen Konnotation abgesehen, kommt es zu Lebenssituationen, in denen solche Abwehrmechanismen der Psyche den einzigen Ausweg darstellen, um zu überleben und halbwegs intakt zu bleiben. In solchen Fällen bleibt dem Bewusstsein selten eine Wahl. In Bezug auf Glaubensfragen verhält es sich aber anders: Jeder von uns hat eine Wahlmöglichkeit und sollte ‚im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte‘ von ihr aktiv Gebrauch machen. Wie diese Wahl ausgeht …nun, Hauptsache ist doch, nicht länger bloß externen Erwartungen gerecht zu werden – sondern selbst mit den eigenen Entscheidungen leben zu können und einen Einklang zwischen innerer Überzeugung und äußeren Handlungen anzustreben.

‚Vermehrtes Wissen‘ ist qualitativ zu beurteilen: Handelt es sich um gesichertes Wissen (z.B. in der Kosmologie) oder lediglich um Thesen, welche vor dem aktuellen Jeweilswissen temporär plausibel erscheinen (wie zB die Äther-Hypthese, welche ich als Laie zwar für sehr plausibel halte, aber dennoch als widerlegt anerkennen muss)?
Bis heute lässt sich eben nicht mit Gewissheit vorhersehen und belegen, was nach dem Ende unseres physischen Daseins aus uns wird. Hierzu müsste bewiesen werden, dass an uns nicht mehr dran und drin ist als komplex organisierte Materie …also keine Seele und auch sonst nichts, was nach unserem biologischen Zerfall von uns übrig bleibt.

Eine derartige Beweisführung existiert nicht, insoweit sehe ich keinerlei Handhabe des atheistischen/agnostizistischen Lagers, den Kern einer nicht-exklusivistischen Jenseitserwartung auf der Grundlage verlässlichen Wissens komplett zu demontieren. Hinsichtlich alter theologischer Schriften mag dies anders aussehen, darum taugen diese Texte bis auf gelegentliche Denkanstöße nicht als primäre Grundlage meines persönlichen Glaubensmodells.

Die Mühe der ‚Wahrheitssuche‘ müssen wir schon selber machen, jeder für sich: Es gilt nachzuforschen und ein Gespür dafür zu entwickeln, was wir für uns und unsere Lieben für die Zeit danach erhoffen (dürfen) – ohne uns sehenden Auges einer bequemen Täuschung hinzugeben.
Unter dem Eindruck fortgesetzter Angst(erzeugung) und bedrohlicher Konsequenzen selbst für kleinste (nicht gebeichtete) Vergehen ist eine nach Möglichkeit faktenbezogene, ergebnisoffene Auseinandersetzung mit Glaubensinhalten aber nicht möglich, und wohl auch nicht gewollt.
Außerdem: Wer seinen Mitmenschen ein Angebot unterbreitet, durch dessen Annahme sich ihr physisches oder seelisches Wohlbefinden erheblich optimiert und ausgeweitet werden soll, avisiert ihnen zugleich allerschwerste Konsequenzen für den Fall einer Zurückweisung? Finde den Fehler..

Wozu der knappe Ausflug zu Höllenvisionen und -märchen? Nun, um sich (s)einer Antwort auf die eingangs gestellte Frage anzunähern, müsste man sich von störenden Einflüssen freimachen – soweit das eben möglich ist. Zu den Störfaktoren zählen Angst (sie lähmt das Denken) sowie eine einschränkende Konditionierung, welche von außen an den Fragesteller herangetragen wird. Dabei wird, stark verkürzt, das eigene Wohlbefinden durch Dritte davon abhängig gemacht, inwieweit wir ein bestimmtes gewünschtes Verhalten zeigen. Das Raffinierte daran: Nach und nach verinnerlicht der Betreffende diesen Mechanismus sowie das entsprechend belohnte Verhalten.
Einen Hund dressiert man übrigens auch mit dieser Methode.

Etwaige Parallelen zu den o.a. Anforderungskatalogen ‚für den Himmel‘ mag man sich selbst ausmalen. Störende Faktoren vollständig auszublenden, wird niemandem gelingen, es hilft aber, sich ihrer bewusst zu werden. Anschließend findet sich leichter Ruhe und Muße, aus eigenem Antrieb, mit der eigenständigen Suche nach einer ‚persönlichen Wahrheit‘ zu beginnen…


Anmerkungen

Man kann man nicht sagen, im Neuen Testament seien Zweifel am Kern des damals noch sehr jungen Glaubens nicht zuende gedacht worden:

Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt; wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltslos aber auch euer Glaube.
Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt habe, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden.
Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt.
Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig,…
(1 Korinther 15,13-17pt)

Bei Ludwig Feuerbach („Das Wesen des Glaubens im Sinne Luthers“) heißt es:

„Gott ist eine leere Tafel, auf der nichts weiter steht, als was Du selbst darauf geschrieben.“
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Franz Buggle: Denn sie wissen nicht, was sie glauben

In seinem religions- bzw. christentums-kritischen Vortrag untersucht der Verfasser des gleichnamigen Buches „die Verhaltensnormen, die ethischen Standards, die Leitbilder, welche [die Bibel als] mit göttlichem Geltungsanspruch auftretende Quellenschrift transportiert.“

Die Positionen und Schlussfolgerungen von Franz Buggle teile ich nur zu einem (überschaubaren) Teil, zumal ich dem frühen Christentum viel Positives abgewinnen kann. Erst durch den Wechsel auf ‚die dunkle Seite der Macht‘ (= den Aufstieg zum Staatsreligion im römischen Reich sowie den beherzten Griff zur weltlichen Machtausübung) entstand ein stetig wachsender Kontrast zwischen neutestamentlichen und frühchristlichen Idealen und der faktischen Ausprägung einer auf Dominanz und Indoktrination ausgerichteten Klerikerelite.

Ob man ihm nun beipflichtet oder nicht, nach meiner Auffassung liefert Buggle wesentliche Denkanstöße für eine kontroverse Auseinandersetzung über die heutige Selbstverständnis von Kirche(n) sowie ihre Verflechtung mit unserem formal säkularen Staat.
Er möchte nachweisen, „dass die Blutspur, die das Christentum durch die Geschichte gezogen hat, keine Kette von institutionellen Betriebsunfällen darstellt, sondern kausal genau aus der Moral hervorgeht, welche die Bibel in die Welt setzt“.

Schon „die Bibel“ ist für mein Empfinden viel zu allgemein gefasst: Die brutalen Genozid-Phantasien des A.T. (zB im Buch Josua) stehen in einem deutlichen Gegensatz zur weitgehend pazifistischen Haltung Jesu. Damit kann die Bibel nicht als insgesamt einheitliches Werk eines Verfassers betrachtet (und verdammt) werden.

  • In Josua 6,17 fordert Josua bei der Einnahme der Stadt Jericho: „Und die Stadt selbst und alles, was darin ist, soll dem Bann des HERRN verfallen sein […]“ und in Jos 6,21 ist zu lesen: „Und sie vollstreckten den Bann an allem, was in der Stadt war, an Mann und Frau, an Alt und Jung, an Rind, Schaf und Esel, mit der Schärfe des Schwertes.
    War Josua, der von „Gott“ berufene Nachfolger von Mose der gedankliche Urheber dieser verabscheuenswerten Massenmorde? Laut A.T. war dem nicht so, denn in einer abschließenden ‚Erfolgsbilanz‘ heißt es: So schlug Josua das ganze Land […] und all ihre Könige: „Er ließ keinen Entronnenen übrig. An allem Lebenden vollstreckte er den Bann, wie der HERR, der Gott Israels, geboten hatte.“ (Josua 10,40)

Ob es sich tatsächlich so zugetragen hat, ist eine andere Frage – in Archäologie und Geschichtsforschung werden zunehmend Zweifel daran geäußert. (Vgl. hierzu auch „Genozid in der Bibel?“ auf auslegungssache.at; in diesem Blogartikel wird zu meinem Erstaunen dargelegt, selbst anhand der Bibel lasse sich belegen, dass diese Auswüchse niemals so stattgefunden hätten.)
Die späteren Blutspuren christlicher Organisationen und Herrscher lässt sich indessen nicht bestreiten, nur ist sie nicht das originäre Produkt ‚des Christentums‘ in seiner ursprünglichen Gestalt: Die primäre Verantwortung liegt bei einer religiösen Vereinigung, deren Selbstverständnis sich über Jahrhunderte von dem des heutigen sog. Islamischen Staates allenfalls graduell unterschied. Ohne zwischen den Glaubensaussagen einerseits und dem Anspruch und den Handlungen einer spezifischen Organisation andererseits zu differenzieren, wird man dem Christentum nicht gerecht werden können.

Buggle selbst stellt in seinem Buch fest:

Ich kenne eine große Zahl von überzeugten Christen, deren ethisches Niveau das des biblischen Gottes bei weitem übertrifft.

Diese Erfahrung kann ich bestätigen – allerdings nur insoweit, als ich die grausame, auf Rache und brutale Sippenhaft bestehenden  von zeitgenössischen Klerikern im A.T. skizzierten Gottesbildes als verstörend und abstoßend empfinde. Ein einfacher Textvergleich offenbart, wie in den Büchern des Alten/Ersten Testament unterschiedliche Autoren ihre persönlichen charakterlichen Defizite und Ängste gewissermaßen auf den von ihnen erschaffenen „Gott“ ausgelagert haben. Ähnlichkeiten mit dem realen Gott sind bestenfalls zufällig und ich frage mich bis heute, wie ‚er‘ wohl über die böswilligen Zuschreibungen von Völker- uns Säuglingsmord, Naturkatastrophen und endlosen Hasstiraden auf seine Person denkt…


Von besonderem Interesse ist die Überschrift des Vortrages „Sie wissen nicht, was sie glauben“. Diese verallgemeinernde Aussage trifft meiner persönlichen Erfahrung nach natürlich nicht auf alle Christen zu, aber doch in erschreckendem Ausmaß: Unter katholischen wie auch evangelikalen Christen bin ich etlichen ’normalen Gläubigen‘ begegnet, die keine der heiklen Bibelpassagen jemals gelesen hatten und sich auch mit zentralen Dogmen ihres Glaubens nie auseinandergesetzt hatten.

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Rückblick (1960): Zukunft des Unglaubens vs. Marktnische für asiatische Religionen

In seinem in der ZEIT vom 29. Januar 1960 veröffentlichten Beitrag „Zweifel am christlichen Glauben“ fasste Gerhard Szczesny einige Thesen seines Buches „Die Zukunft des Unglaubens“ zusammen.

„Der Mensch, ist ein religiöses Wesen, Wenn sein eingeborenes Bedürfnis nach einer befriedigenden Sinngebung der irdischen und kosmischen Zusammenhänge verkümmert, kommt es zu schweren Fehlentwicklungen des einzelmenschlichen und des gesellschaftlichen Lebens…“

Dem gegenüber stehe ein wachsendes Unvermögen, die christliche Heilslehre nachzuvollziehen, was eine „Epoche des Materialismus und der Oberflächlichkeit […] der Rücksichtslosigkeit und des Zynismus“ herbeigeführt habe.
Diese Beobachtung stammt wie gesagt aus dem Jahr 1960 …und da hatte ich immer angenommen, ein halbes Jahrzehnt vor meiner Geburt sei die Welt aus katholisch-konservativer Sicht noch ‚in Ordnung‘ gewesen. Es gab noch keine Pille, die 68er hatten noch nicht den Geist des antiklerikalen Ungehorsams befördert und die Mehrheit der Menschen in Westdeutschland gingen am Sonntag noch brav in die Kirche.

Und dennoch sah Szczesny bereits vor gut 55 Jahren keinerlei Ansatzpunkte dafür, wie es den christlichen Kirchen gelingen könne, „das verlorene Glaubensterrain wieder zurück zu erobern“. Statt dessen hält er Ausschau, inwieweit andere Heils- und Lebenslehren diese verhängnisvolle Entwicklung aufzuhalten imstande seien:

„Welche im Christentum offenbar nicht gegebenen Voraussetzungen müßte eine Religion erfüllen, um das Glaubensbedürfnis des zeitgenössischen Menschen wieder zu wecken?“
Die Antwort liefert Szczesny gleich mit: Einer solche Religion müsse eine „monistische und dynamistische“ Metaphysik zugrunde liegen, ferner sei eine humanitäre Lebensphilosophie, eine personalistische Individual-Moral sowie eine demokratische Sozial-Moral geboten. Klingt für mich verdächtig nach Beliebigkeit, doch der Autor selbst bezeichnet diese Zusammenstellung von Erfordernissen als hypothetisch.

Schwierig daran finde ich eine Betrachtungsweise, welche die essenzielle Frage von Glaube und Nichtglaube, von spiritueller Suche und schmerzlichen Zweifeln und nicht zuletzt der eigenen Lebensausrichtung vornehmlich in den Kontext eines Zeitgeistes stellt. Als sei es jeweils ‚modern‘ geworden, alte Glaubensvorstellungen abzulegen und sich von Medien, Buchautoren und ‚den anderen‘ in eine unbesonnene, leichtfertig gleichgültige Dauerstimmung versetzen zu lassen, in welcher die klassischen Sinnfragen kaum mehr gestellt würden.
Zudem sehe ich Religion nicht als etwas Abstraktes, sondern als historisch gewachsene Gesinnungsgemeinschaft, deren zentrale Glaubensüberzeugungen sich nicht bis zur Unkenntlichkeit verhandeln lassen.

Der fragwürdige Austausch der bisherigen durch eine geeigneter erscheinende Religion hat nur wenig mit Unglauben zu tun. An überhaupt nichts zu glauben impliziert nach meinem Verständnis, die Existenz mindestens einer allmächtigen, schöpferisch tätigen Entität („Gott“) geradewegs abzulehnen. Sobald diese Existenz aber bejaht wird (und man nicht davon ausgeht, es handele sich bei ihr um ein den Menschen nur weit, sehr weit überlegenes Alien, das nicht auf eine körperlich-materielle Daseinsform angewiesen sei), kann von Unglaube im engeren atheistischen Sinne nicht länger die Rede sein. Insoweit finden sich weltweit nicht allzu viele „Ungläubige“, denn mehr als 90 Prozent aller heute lebenden Menschen gehen ‚irgendwie‘ von der Existenz eines göttlichen Wesens aus, oder mehrerer. Ob sie zusätzlich an Religion interessiert sind, ist eine andere Frage, denn dazu müsste eine bewusste Entscheidung getroffen werden, die deutlich über die intuitiv-unreflektive Haltung des ‚irgendwie glaube ich schon, dass er existiert‘ hinausgeht.

Gerhard Szczesny hat sich 1960 also überhaupt nicht mit Ungläubigkeit auseinandergesetzt, sondern 1. mit Glaubenszweifeln und 2. mit der schrumpfenden Bereitschaft aufgeklärter Zeitgenossen, ihre Denkweise und ihren persönlichen Glauben noch länger in eine dogmatische Schablone pressen zu lassen, welche ihre existenziellen Fragen vermeintlich unbeantwortet lässt. Diese Tendenz nahm seit damals stetig zu, jedenfalls in westlichen Ländern und ganz besonders hier in Deutschland. Von der wachsenden Zahl der Kirchenaustritte nun gleich auf Phänomene wie „Gottlosigkeit“ und Identitätsverlust unter den Deutschen zu schließen, wäre aber kurzsichtig.

Die antizipierte Reaktion (sich halt eine neue Religion zu suchen) erwiest sich jedenfalls im Rückblick als unzutreffende Mutmaßung: Wer seine christliche Konfession nicht aus einer bloßen Laune oder nur zwecks Einsparung der Kirchensteuer ablegt, sondern nach reiflicher Überlegung, wird nicht zwangsläufig für eine andere Religion zu gewinnen sein. Die Beweggründe für einen Kirchenaustritt waren und sind zu vielfältig, um den Eintritt in eine neue Gemeinschaft gewissermaßen als Workaround für Suchende zu idealisieren. Wie bedeutsam die Bestrebungen sind, eigene Gottesbilder und Glaubensvorstellungen zu verwirklichen, hat die starke Tendenz zu synkretistischen Anschauungen gezeigt, nicht nur im weit verzweigten Umfeld von NewAge-Bewegungen und Esoterik.

Und was ist daran falsch? Zunächst einmal nichts, denn auch die etablierten Religionen entstanden letztlich aus den subjektiven Überzeugungen und Erfahrungen einer anfänglich kleinen Schar von ‚Glaubenspionieren‘.
Dass darin freilich auch eine Gefahr liegen kann, zeigte Wolfgang Niedecken (BAP) mit dem Lied ‚Ne schöne Jrooß‘ Anfang der 80er Jahre:

„Noch zo empfähle wöör dämm janze Komplott:
Schenkt jedem einzelne doch ’ne Aufblasbar-Gott
(uss Venyl) – abwaschbar, exakte Maße, verbrauchergerecht (jefühlsecht)

Es ist natürlich nicht verboten, sich seinen eigenes ganz persönlichen Gott zu erschaffen – doch wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, damit richtig zu liegen…d.h. dass ein existierender Gott dem eigenen Entwurf wesensmäßig auch nur nahe kommt? Und, hätte es womöglich Konsequenzen, falls wir neben einem sehr hohen Maß an Wunschdenken auch etliche Denkfehler in unseren Gottes-Entwurf einbauten – indem wir beispielsweise ein paar die Kausalität verleugnende HappyEnd-Götter erschüfen, dank derer am Ende alles, aber auch wirklich alles gut ausgeht? Würden im Zuge der Hollywood-Veriante eines Pantheons würden Hitler, Stalin und George W Bush jun. gemeinsam mit Robin Williams, Gandhi und Martin L. King himmlische Freuden genießen, ohne dass die ersten drei genannten Herren jemals die Konsequenzen ihrer Entscheidungen erfahren hätten?
Oder gehört zu einer Gottes- und Jenseitsverheißung auch ein wenig Plausibilität?

Zukunft asiatischer Religionen in Europa?

Lesenswert ist der alte Beitrag Szczesnys trotzdem, denn er stellte das Christentum drei weiteren Weltreligionen (Islam, Hinduismus und Buddhismus) gegenüber und betrachtete deren Vorzüge und Nachteile für das Christentum verschmähende, aber gleichwohl glaubenswillige Mitteleuropäer. Der Autor scheint mit einigem Bedauern zu konstatieren, gerade der Buddhismus entfalte „nicht genügend missionarische Leidenschaft und organisatorische Kraft aufbringt, um seine Chancen in Europa zu erproben“.

Mir stellte sich beim Lesen die Frage: Sind materialistisches Denken und Konsumismus nicht gewissermaßen auch religionsähnliche Lebensanschauungen? Und haben nicht viele Deutsche ihre nicht immer zu Unrecht als zu autoritär und aufrichtig empfundene Konfession bereits gegen diese Pseudo-Religionen eingetauscht?

 

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„Kreuzverhör“: Der kath. Theologe Klaus v. Stosch stellt sich Fragen von Atheisten

Leitplanken für’s Denken?

Ein hörenswertes, für mich hochinteressantes Gespräch, das hier mit dem röm.-katholischen Theologen Professor Klaus von Stosch geführt wurde. Obgleich ich mich bereits lange zuvor einigermaßen intensiv mit der Lehre der RKK befasst hatte, ergaben sich mehrere Aha-Erlebnisse.
Das gut zweistündige Gespräch unternimmt einen Streifzug über komparative Theologie, die Dogmatik der RKK, die Stellung von Frauen in der Kirche und gipfelt in den zentralen Fragestellungen:

  • Ist die Existenz Gottes von einem rationalen Standpunkt her zu begründen?
  • Theodizee: Weshalb lässt ein allgütiger, allmächtiger und allwissender Gott Krankheit, quälendes Sterben und Leid in kaum vorstellbarem Ausmaß zu („Wenn diese Welt das Werk eines intelligenten Schöpfers ist, dann sollte uns dieser Schöpfer all das einmal erklären.“)

Zwei Wermutstopfen sind mir aufgefallen: Der Moderator vom ‚Ketzerpodcast‘ hat sich zwar gründlich auf dieses kontroverse Gespräch vorbereitet, doch im katholischen Glauben scheint er nicht nicht hinreichend bewandert, um fundierte Kritik (z.B. an der Dogmatik) zu üben. Außerdem erliegt er gelegentlich der Versuchung, den Theologen Stosch jeweils im falschen Moment rüde zu unterbrechen.

Wenn man den katholischen Glauben richtig ersteht, ist er in allen Punkten zutiefst rational.“

Natürlich. Falls ich jemals mein ganz persönliches Modell der Wirklichkeit entwerfe, werde ich (hoffentlich) darauf achten, dass wenigstens alle innerhalb dieser geschlossenen Systematik mit ihren spezifischen Prämissen getroffenen Aussagen konsistent sind. Hingegen würde ein Atheist diesen Entwurf nur insoweit anerkennen, als dieser sich auf mit naturwissenschaftlichen Methoden (Beobachtung, Messung, Berechnung etc.) gewonnen Erkenntnissen in Einklang bringen lässt.
Von einem Nichtglaubenden bzw. Nicht-Katholiken kann meiner Ansicht nach nicht erwartet werden, sich seinerseits auf das christlich-katholische Wirklichkeitsmodell einzulassen und seine Argumentation allein darauf zu beschränken.
Eine Vorbedingung (im Sinne von ‚Wir setzen die Existenz Gottes in dieser Diskussion einfach mal voraus‘) ist meines Erachtens unzulässig, denn sie zwingt dem Atheisten eine Position auf, welche er ausdrücklich nicht vertritt.

Der Diskussionsteil über die Mariendogmen der RKK steht unter dem Zeichen einer Relativierung: Zum einen stünden die Aussagen der RKK übe die „Gottesgebärerin“ Maria nicht im Zentrum der kirchlichen Glaubenslehre. Ferner ‚müsse‘ ein Kritiker dieser und weiterer Glaubenssätze sich schon die Mühe machen, deren historischen Hintergrund sowie die Intention der Kleriker für die jeweilige Aussage zu verstehen – „wenn er auf Augenhöhe diskutieren will“.
Mir ging dabei durch den Kopf: Wie viele „streng gläubige Katholiken“ haben jemals die Chance, ein hinreichend tiefes (=wissenschaftliches) Verständnis der Grundsätze ihres eigenen Glaubens zu entwickeln? Und wie kann ein Anathema ( → anathema sit, →Exkommunikation) ‚automatisch‘ wirksam werden, ohne dass ein solches Verständnis vermittelt bzw. erlangt wurde?
Auch die Metapher von Dogmen als „Leitplanken für das Denken auf der sechsspurigen katholischen Autobahn“ weckt meinen Widerwillen: Zwar glaube ich an die Existenz Gottes, doch mag ich mir von keiner Institution einen Rahmen für mein Denken vorgeben lassen, den ich nicht verlassen darf/soll. Die Gedanken sind frei.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, die vom Moderator vorgebrachten Kritikpunkte beziehen sich im wesentlichen auf Aussagen, wie sie in  Predigten, auf Kirchentagen und in Podiumsdiskussionen von römisch-katholischer Geistlichen sehr wohl vertreten werden, d.h. sie bilden gewissermaßen einen Standard ab. Hierbei handelt es sich sicherlich nicht um einen akademisches Niveau, sondern um allgemeinverständliche Abrisse des katholischen Glaubensverständnisses.

Für Hörer des Podcasts könnte dennoch der Eindruck entstehen, der Moderator könne dem Theologen Stosch nicht annähernd das Wasser reichen – nur: worum geht es denn im Kern, wenn junge Menschen sich kaum mehr mit Glaubens- und Sinnfragen auseinandersetzen wollen? Vermutlich um das Erscheinungsbild einer Kirche, wie es auch in den Mainstream-Medien gezeichnet wird, die sich mehr und mehr von der Lebenswirklichkeit der ‚Normalverbraucher‘ entfernt. Als Folge dieser wachsenden Distanz kommt es bei den ‚Suchenden‘ gegebenenfalls zu einer Umorientierung und der Rest lässt sich lieber vom allabendlichen TV-Programm berieseln oder spielt Egoshooter am PC.

So gesehen hilft es der Theologie wenig, sich in in ihrem Elfenbeinturm aus formalen und inhaltlichen Anforderungen an das Vorwissen ihrer Kritiker und die stringente Fundiertheit in deren Argumentation verschanzen. Da fallen Schlagworte wie „Stammtisch-Niveau“, „primitiv“ und „unterirdisch“, den Rest habe ich nicht behalten.

„Ich wünsche mir Atheisten, die sich auf wissenschaftlichem Niveau mit mir streiten.“

Siehe auch:

 

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„Glauben wir an denselben Gott?“ Vortrag von Prof. Klaus von Stosch

Christlicher Trinitätsglaube und islamisches Gottesbild im Vergleich

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Nicht-öffentliche Prozesse der kath. Kirche in Deutschland

„Die Kirche ist eine Institution, das haben wir auch gelernt in den letzten Jahren, die anders ist als andere Institutionen, die unter anderem eben ein eigenes Rechtssystem hat und eigene Gerichte hat.“[1]

Hierzulande gibt es 22 katholische Straf- und Ehegerichte. Dort finden Zeugenbefragungen und Verhöre statt; es gibt Ermittler, Gutachter, Kirchenanwälte, Vernehmungsrichter. Sämtliche Prozesse finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

„Nur selten dringt etwas nach außen und das ist gewollt.“

Diese Gerichte befassen sich unter anderem mit den Verfehlungen des eigenen Personals, etwa mit Missbrauchstätern. Ferner werden sog. „Ehenichtigkeitsverfahren“ geführt – die einzige kirchenrechtliche Möglichkeit, eine katholische Ehe aufzuheben, d.h. „eine Chance für hunderttausende Kirchenangestellte die trotz einer zweiten Beziehung ihren Arbeitsplatz nicht verlieren wollen“.

Resultat dieser Kirchengerichtsprozesse sind In-Group-Urteile, d.h. sie besitzen Relevanz (nur) für Personen, welche der betreffenden Gruppe angehören. Für Außenstehende besitzen diese Urteile meist weder eine Bedeutung noch haben sie spürbare Auswirkungen.

Der Film „Richter Gottes“ gibt zum ersten Mal einen Einblick in die Welt der deutschen Kirchengerichte und zeigt, welche Prozesse dort geführt werden:

Die kirchenrechtliche Abklärung des Fortbestehens einer (kirchlich geschlossenen) Ehe – ein durchaus nachvollziehbarer Vorgang. Dagegen fehlt mir für jegliche Formen einer Paralleljustiz im Strafrecht jedes Verständnis – ganz gleich ob nun nach der Scharia oder Prinzipien eines Kirchenrechts gerichtet werden soll. Wir leben Deutschland.

Zudem erweist sich die kircheninterne Aufarbeitung von Straftaten als intransparent. In jedem Falle bleibt ein bitterer Nachgeschmack, wenn Geistliche, die Kinder missbraucht haben, von Kirchengerichten verurteilt und nicht von weltlichen, wie ’normale‘ Personen auch.

Quellenangaben

  1. Sprecher der Opfergruppe bewertet Kirchengerichtsurteil als zu milde: „Für den Täter ist das keine wirkliche Strafe“ (Missbrauch am Berliner Cusanius-Kolleg)
  2. Kirchengerichts-Urteil zu Missbrauch: „Das ist beschämend“ (SPIEGEL)

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