Geschmacksache (Musik, querbeet)

Jedem das seine…

Meinen Musikgeschmack bezeichnete ich mal als volatil…vielleicht wäre erratisch passender? Jede Art von Musik sollte etwas in mir auslösen – eine Empfindung, lieb gewonnene/ungewohnte Gedankenimpulse oder eine halbvergessene Erinnerung wachrufen… und sich bitte, bitte wohltuend abheben von dieser zähen, stimmenverzerrten Autotune-Suppe, die jeden Morgen gleichförmig aus dem Radiowecker quillt.

Meiner Individualität einen Ausdruck verleihen?? Nee, sicher nicht indem ich die Erzeugnisse anderer aus einer Laune heraus zusammenklicke, was nun wahrlich keinerlei Leistung oder Input von meiner Seite beinhaltet. Auch teilt ‚man‘ Musik heute gefälligst in zeitgemäßer Form, mit einem einfachen Link zur Playlist eines Streaming-Portals, ja ja, ich weiß. Nur ist es nicht meine Absicht, hier nun 50 oder mehr Titel einzustellen – eher kommt ab und an mal eine Ergänzung hinzu.
Stand: Jan. 2020
(Wie immer gilt der Datenschutz-Hinweis (→ siehe hier, ziemlich weit unten): zwar verwerte ich persönlich keine Cookies und/oder sonstige personenbezogenen Daten, doch es lässt sich kaum verhindern, dass dergleichen automatisch gespeichert wird – u.U. auch von Drittanbietern. Dank CC-Cleaner (f. private Nutzer kostenfrei) und ähnlichen Tools kann man ja etwas dagegen unternehmen…)

Zig mal gehört, aber nie auf den Text geachtet

White Trash Beautiful von Everlast ist so ein Song. Die Anrede „White Trash Beautiful“ steht für eine Frau, die eigentlich zu hübsch sei, um der Unterschicht anzugehören. Unterschwellig klingt wohl der Vorwurf an, sie habe ihr gutes Aussehen nicht genutzt, sich zu Höherem aufzuschwingen. Aber wozu, wenn sie mit dem vorgefundenen Leben (und dem Truckerfahrer an ihrer Seite) glücklich ist …um Erwartungen Dritter zu genügen?

„Sie bedient im Schnellrestaurant von 23 bis 5 Uhr.
Heiratete den Jungen von ihrer Schule, den sie „so cool“ fand.
Doch das einzige was er kann, um Geld zu verdienen, Ist Laster fahren.
…“White Trash Beautiful, es gibt etwas, was du wissen solltest:

Mein Herz gehört dir! Ich weiß, du hättest einen besseren Typen finden können.“

Bisschen Chillen, bisschen Melancholie..

(Hier könnte ich nun zahllose Stücke von Ludivico Einaudi reinpacken, statt dessen mal sein Album Una Mattina:)

und natürlich Solo, ich liebe dieses Stück:


Lovers in Paris –  Jacob Gurevitsch
Hach…schön…

Auch von Abel Korzeniowski finden sich sooo viele wundervolle Musikstücke, mal sanft, dann wieder etwas düster. Closer Than Sisters gefällt mir besonders, aber der gesamte Soundtrack zur Mystery- Serie Penny Dreadful (→ Playlist auf YT) sei zum Reinhören empfohlen.

„Entspannungsmusik für Hunde und Katzen“
Why not? Hinlegen, zusammenrollen und lautlos nachsprechen: ‚Meine Nase ist kühl, die rechte Vorderpfote wird gaaaanz schwer…‘ 😉

Daran schließt sich selbstverständlich das Hundelied von Jason Bartsch an…über den Einfall mit dem unverlangt eingesandten Schildkröten-Video grinse ich immer noch… 😉


Deutschsprachiges

Mein bester Freund
Ungewohnt ernster Song von ‚Christan Steiffen‘:

„…In seinem Namen rafften sie Besitz
Doch Jesus Christus hatte selber nichts
Sie haben Jesus einfach nur benutzt
Und seine Liebe mit ihrer Macht beschmutzt…“

 

Sonnendeck
von Peter Licht …auch schon etwas in die Jahre gekommen (wie ich, hmpff :),
ideal, um eine von der Sinnsuche einzulegen:

Gravitación von 257er,
weil ich immer grinsen muss über den herrlichen Refrain:
Im Weltall fällt man niemals um
Läuft, wenn man läuft, im Moonwalk rum
Du weißt: Gravitación.
Doch schmeißt man Fuffies durch den Club
Sind die für immer in der Luft
Ist nicht so nice, Gravitación
(Vielleicht erst mal mit kleinen Scheinen probieren… 😉

ArtIsBlind – Yuuyake
(…ganz was anderes, ja. Doch Sound und Text gefallen mir halt)

Welt der Wunder von Marteria
Denn wir leben auf einem blauen Planeten

Der sich um einen Feuerball dreht
Mit ’nem Mond, der die Meere bewegt
Und du glaubst nicht an Wunder…

Sockosophie – Käptn Peng u. die Tentakel von Delphie

Unterm Säufermond – Udo Lindenberg
(unrühmliche Erinnerung an eine schwierige und doch
lehrreiche Zeit in meinem Leben werden wach. Hm, die

Lehren zog ich im Grunde erst, nach dem diese Phase Gottseidank
hinter mir lag. „Ferngesteuerte Quälerei“ nennt Udo dieses hektische
Umherreisen, gefolgt von Abenden in kalten Hotelzimmern,
mit zu viel Alkohol. Recht hat er, doch gezwungen hatte mich
keiner, diese Lebensweise in Kauf zu nehmen.
Naja, das ist mehr als 20 Jahre vorbei…gut so…)


Those were the days… (Erinnerungen)


Aufgeschnappt und für gut befunden

Mentana – Shutdown

Boom Boom Boom – Indaqo
(zum Wachwerden…bis der Kaffee endlich durchgelaufen ist 😉


Mit 160 Sachen auf der Landstraße

Tja nun, aus dem Alter bin ich raus – doch in jungen Jahren waren derartige
Verrücktheiten ein Ausdruck von – ja, von was eigentlich? Lebenshunger, etwas auskosten wollen, was man noch gar nicht richtig mit dem Verstand erfasst hatte.
Fast immer spielte Musik eine Rolle dabei. Damals war eine kaum befahrene
Landstraße zur Abendzeit auch etwas leichter zu finden…

Feeling Good – Nina Simone

Bei aller Wertschätzung für den so früh verstorbenen Avicii, gefällt mir das Original doch besser. Zum Autofahren? Oh ja…

Halsey – Control (Jay Aliyev Remix)

Scientist – Dance Of The Vampires
(Wer mal GTA 3 gespielt hat, müsste den Song eigentlich kennen…)

Zombie Nation – Kernkraft 400


From Russia with…

Russland ist so viel mehr als ein einzelner leicht bekleideter Reiter mit einem Bären. Obgleich ich dieses großartige Land nie bereist habe – aus Freundschaften formierte sich ein Blickwinkel auf die Menschen dort, in welchem die politische Spitze eben nur einen Aspekt unter vielen darstellt. Auch wir hier in D wären nicht sehr begeistert, würde man uns alle mit Merkel (oder die Amis mit DJT) über denselben Kamm scheren.

Зацепила – Артур Пирожков
Verstehe kein einziges Wort, aber der Song hat was und das Video ist ebenfalls gut gemacht. Worum es geht (Aschenputtel in modern?) lässt sich eventuell auch so erahnen.

Алкоголичка – Артур Пирожков

Light of your Love – Kristina Orbakaite
Persönliche Erinnerungen werden wach…


Nin Me Schara
Zum Schluss etwas völlig anderes: Es handelt sich um das überlieferte Lied der Hohepriesterin En-hedu-Ana an die Göttin Inanna aus dem 23. Jhd. vor  Chr., also mehr als 4.000 Jahre alt! (Vers 1-33, aus dem  Sumerischen übersetzt von Frau Prof. Annette Zgoll, Göttingen)

Nicht nur finde so einen kurzen Blick in eine völlig andere Zeit spannend, auch die klare, helle Stimme der Interpretin gefällt mir sehr.


PS: Zu gerne würde ich Kommentare wieder zulassen, wenigstens auf  ‚konfliktfreien‘ Bereichen der Webseite. Doch dann habe ich sogleich wieder den Kampf mit Unmengen von Spam aufzunehmen, darum geht das leider nicht..