Geschmacksache (Musik, querbeet)

Jedem das seine…

Meinen Musikgeschmack beschreiben? Hmm naja, jede Art von Musik sollte etwas in mir auslösen – ein Gefühl, lieb gewonnene/ungewohnte Gedankenimpulse oder halbvergessene Erinnerungen wachrufen… und sich bitte, bitte wohltuend abheben von dieser quietschigen Autotune-Suppe, die jeden Morgen gleichförmig aus dem Radiowecker blubbert.

Stand: Juli 2020
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Zum Wachwerden…bis der Kaffee durchgelaufen ist 😉

Ride – Moyka

Boom Boom Boom – Indaqo


Zig mal gehört, aber nie auf den Text geachtet

White Trash Beautiful von Everlast ist so ein Song. Die Bezeichnung „White Trash Beautiful“ steht für eine Frau, die eigentlich zu hübsch sei, um der Unterschicht anzugehören. Unterschwellig klingt wohl der Vorwurf an, sie habe ihr gutes Aussehen nicht genutzt, sich zu Höherem aufzuschwingen. Aber wozu, wenn sie mit dem vorgefundenen Leben (und dem Truckerfahrer an ihrer Seite) glücklich ist …um Erwartungen Dritter zu genügen?


Bisschen Chillen, bisschen Melancholie..

(Hier könnte ich nun zahllose Stücke von Ludivico Einaudi reinpacken, statt dessen mal sein Album Una Mattina:)

und natürlich Solo, ich liebe dieses Stück:


Lovers in Paris –  Jacob Gurevitsch
Hach…schön…

Debur – Mélanie Laurent

On the Nature Of Daylight – Max Richter

Auch von Abel Korzeniowski finden sich sooo viele wundervolle Musikstücke, mal sanft, dann wieder etwas düster. Closer Than Sisters gefällt mir besonders, aber der gesamte Soundtrack zur Mystery- Serie Penny Dreadful (→ Playlist auf YT) sei zum Reinhören empfohlen.


Deutschsprachiges

Dienen – Ich & Ich

Als dieser Song vor gut 10 Jahren rauskam, muss er komplett an mir vorbei gerauscht sein. Besonders das Video gefällt mir. Der Text? Nun ja, ein wenig Traumtanz ist ja ganz schön:
Dein armes krankes Herz wird in Liebe getränkt sein,
Jede Herrlichkeit auf Erden wird auch dir geschenkt sein.
Jemand liebt dich und wird an deiner Seite gehen…

Hmm, „Liebe“ meint nicht notwendigerweise eine romantisches Zweisamkeit, es existieren so viele Formen von Zuneigung & Zugewandtheit, Freundschaft & Freundlichkeit sowie ein Sich-aufeinander-verlassen-können.
Doch jede dieser Formen des Miteinanders erfordert Offenheit…die innere Bereitschaft und Fähigkeit, sich darauf einzulassen. Und wer (ganz ähnlich wie der nur gaaanz wenig überzeichnete tumbe Einzelgänger-Rüde in diesem Video) sich über viele Jahre in seinem Single-Dasein eingerichtet, vergraben hat – möglicherweise nach etlichen Erlebnissen voller Scheitern, Versagen und Frustration – wird nur sehr schwer zu dieser Offenheit zurückfinden.

Andererseits… der konsequente Verzicht auf jedwede Romantik (zumeist im Austausch gegen die Illusion emotionaler ‚Sicherheit‘) impliziert eben nicht, dass man innerlich vollends verhärten und verbiestern muss. Eine selbstkritische, vielleicht auch etwas pessimistische Sicht auf die eigene Person bedeutet auch nicht, man müsse die ganze Welt oder ‚die‘ Menschen insgesamt ebenfalls in einem düstereren, negativen Licht sehen…

Aber was hat ‚wahre Liebe‘ in all ihren Ausprägungen mit Dominanz zu tun?

Ich weiß, du bist der Sklave von niemand – und dass dich niemand regiert.
Du bist der Affe von niemand, weil niemand dich dressiert.
Diese Textpassage würde ich voll und ganz unterschreiben – in dem Sinne, dass ich ’niemandes Herr und niemandes Knecht‘ sein will. Der Gedanke, ein Dressur-Objekt zu sein, ist mir absolut unerträglich – aber das hat doch nichts mit Lieblosigkeit und Kälte zu tun!?
Wer so spricht und denkt, dürfte eher einschneidende Erfahrungen auf dem eigenen Lebensweg rekapitulieren, welche sich auf keinen Fall wiederholen sollen.

***

allein allein – schiller remix | polarkreis 18

Mein bester Freund
Ungewohnt ernster Song von ‚Christan Steiffen‘:

„…In seinem Namen rafften sie Besitz
Doch Jesus Christus hatte selber nichts
Sie haben Jesus einfach nur benutzt
Und seine Liebe mit ihrer Macht beschmutzt…“

Sonnendeck
von Peter Licht …auch schon etwas in die Jahre gekommen (wie ich, hmpff :),
ideal, um eine Pause von der Sinnsuche einzulegen:

Gravitación von 257er,
weil ich immer grinsen muss über den herrlichen Refrain:
Im Weltall fällt man niemals um
Läuft, wenn man läuft, im Moonwalk rum
Du weißt: Gravitación.
Doch schmeißt man Fuffies durch den Club
Sind die für immer in der Luft
Ist nicht so nice, Gravitación
(Vielleicht erst mal mit kleinen Scheinen probieren… 😉

ArtIsBlind – Yuuyake
(…ganz was anderes, ja. Doch Sound und Text gefallen mir halt)


Those were the days… (Erinnerungen)


Aufgeschnappt und für gut befunden

Mentana – Shutdown


Mit 160 Sachen auf der Landstraße

Tja nun, aus dem Alter bin ich raus – ein richtiger Rebell bin ich ohnehin nie gewesen. Doch in jungen Jahren waren derartige Verrücktheiten ein Ausdruck von – ja, von was eigentlich? Lebenshunger, etwas auskosten wollen, was man noch gar nicht richtig mit dem Verstand erfasst hatte. Fast immer spielte Musik eine Rolle dabei. Damals war eine kaum befahrene
Landstraße zur Abendzeit auch etwas leichter zu finden…

Feeling Good – Nina Simone

Bei aller Wertschätzung für den so früh verstorbenen Avicii, gefällt mir das Original doch besser. Zum Autofahren? Oh ja…

Halsey – Control (Jay Aliyev Remix)

Scientist – Dance Of The Vampires
(Wer mal GTA 3 gespielt hat, müsste den Song eigentlich kennen…)

Zombie Nation – Kernkraft 400


From Russia with…

Russland ist so viel mehr als ein einzelner leicht bekleideter Reiter mit einem Bären. Obgleich ich dieses großartige Land nie bereist habe – aus Freundschaften formierte sich ein Blickwinkel auf die Menschen dort, in welchem die politische Spitze eben nur einen Aspekt unter vielen darstellt. Auch wir hier in D wären nicht sehr begeistert, würde man uns alle mit Merkel (oder die Amis mit DJT) über denselben Kamm scheren.

Зацепила – Артур Пирожков
Verstehe kein einziges Wort, aber der Song hat was und das Video ist ebenfalls gut gemacht. Worum es geht (Aschenputtel in modern?) lässt sich eventuell auch so erahnen.

Алкоголичка – Артур Пирожков

Light of your Love – Kristina Orbakaite
Persönliche Erinnerungen werden wach…


Nin Me Schara
Zum Schluss etwas völlig anderes: Es handelt sich um das überlieferte Lied der Hohepriesterin En-hedu-Ana an die Göttin Inanna aus dem 23. Jhd. vor  Chr., also mehr als 4.000 Jahre alt! (Vers 1-33, aus dem  Sumerischen übersetzt von Frau Prof. Annette Zgoll, Göttingen)

Nicht nur finde so einen kurzen Blick in eine völlig andere Zeit spannend, auch die klare, helle Stimme der Interpretin gefällt mir sehr.


PS: Zu gerne würde ich Kommentare wieder zulassen, wenigstens auf  ‚konfliktfreien‘ Bereichen der Webseite. Doch dann habe ich sogleich wieder den Kampf mit Unmengen von Spam aufzunehmen, darum geht das leider nicht..