Kurioses bei Domian

Hinsichtlich der Neigungen und Eigenarten anderer Leute hämischem Spott zu üben, ist nicht mein Ding. Ein wohlwollendes Schmunzeln ist aber schon zulässig…

    • «Der enttäuscht mich nicht. Der gibt keine Widerworte.»

      Steffen (42) hat ein partnerschaftsähnliches und zugleich auch erotisches Verhältnis mit seinem Gummibaum, den er Hans Georg nennt. Mich irritiert lediglich die sexuelle Komponente – dass man zu einer Pflanze eine (einseitige?) Form von emotionaler Beziehung entwickeln kann, finde ich vorstellbar…da denke ich z.B. an ‚Mein Freund, der Baum…‘
      In Gedanken oder auch laut mit seinen Zimmerpflanzen zu sprechen, kommt häufiger vor …auch meine Großmutter kommunizierte mit ihren Blumen und Kakteen auf dem Fensterbrett (allerdings nur beim Gießen, soweit ich mich erinnere).
      Steffen’s Beziehung mit Hans-Georg ist freilich sehr viel gefestigter – für mich wurde bis zuletzt nicht so erkennbar, wie ernst diese tatsächlich (gemeint) ist. Jedenfalls scheint er sehr liebe- und rücksichtsvoll im Kontakt mit der Pflanze zu sein, daran finde ich absolut nichts Falsches.

      Vermenschlichung? Steffen behandelt seinen Gummibaum nicht als Menschen, wohl aber als fühlendes Wesen mit Bewusstsein. Wie auch immer,  sehe ich allgemein als ein gar nicht unintelligentes Konstrukt an, um mit Einsamkeit umzugehen – insbesondere in Lebenssituationen, die sich nicht leicht korrigieren lassen.

      Teil 1:

      In der Fortsetzung des Gesprächs berichtet Steffen nun, kürzlich sei er seinem Baum Hans-Georg mit einer Transsexuellen fremdgegangen. Nun ja, mit einer dramatisch-lauten Szene daheim war nicht zu rechnen…

    • Außerirdischer aus einem anderen Omniversum

…hervorragend getarnt als rheinische Frohnatur,
– sowie Batman, getarnt als Hausmeister, im nahezu unermüdlichen
Einsatz gegen das Böse auf der Welt: „Et kribbelt, wenn isch nachts janz
oben auf dem Dach sitze un‘ de Leute zugucke…“,
– Das dritte Gespräch ist wohl nicht jugendfrei. Es ließe sich betiteln mit
‚beglückt im Rheinland‘, nein, eher: ‚im rheinischen Walde beglückt’…