Wahlempfehlungen via Youtube?

Das ist hier kein politischer Blog und wird auch nie einer werden. Bestimmte Vorgänge in den sozialen Netzen lassen gleichwohl aufhorchen: ein junger Youtuber namens Rezo nimmt sehr gezielt Einfluss auf die Wahl-Entscheidungen seiner Altersgenossen …oder, genauer, er versucht dies.

Das betreffende Video geht über 55 Minuten und hat den Titel »Die Zerstörung der CDU«.

Da es aktuell um die Europa-Wahl am 26. Mai geht, hatte ich erwartet: ‚Na, darin wird doch sicherlich die EU-Politik der großen Parteien besprochen und ausgewertet werden‘ – nur darum habe ich es mir angesehen …mein Fehler, denn über Europa spricht Rezo so gut wie gar nicht. Onwohl es reichlich Stoff für Kritik gäbe – z.B. der Einfluss von Lobbyverbänden auf die EU-Gremien und Entscheidungen. Ausgehend von Fakten hätte man da prima analysieren können, wie CDU, SPD und Grüne mit den >25.000 Lobbyisten in Brüssel umgehen …und daraus hätte sich dann ggf. ein ähnlich vernichtendes Urteil ableiten lassen – ohne sich die Kritik „Thema verfehlt“ einzuhandeln.

Aber zugegeben, 1. ist solch ein Recherchevorhaben ermüdend und aufwendig und 2. würde wohl auch ich als aufstrebender Youtuber zögern, mir jene bestens vernetzten und budgetierten Wirtschaftsverbände zum Feind zu machen. Ein falsches Wort → Zack, Abmahnung oder Klage.
Da ist es schon bequemer, auf die alte Tante CDU einzudreschen…

Und am Schluss kommt Rezo ja doch auf die Europawahl: »Wählt bitte nicht die SPD, wählt bitte nicht die CDU, wählt bitte nicht die CSU und schon gar nicht die AfD.«

Macht man das heute so? Einerseits befindet Rezo die ganze Europapolitik für „“f***ing langweilig“ und kommentiert darum im Grunde lediglich einzelne Schwerpunkte der Bundespolitik, u.a. die Klima-Rettung und die Haltung der deutschen Regierungsparteien zu möglichen Völkerrechtsverstößen des Imperiums (Drohnenmorde auch an unbewaffneten Zivilpersonen, für die die imperiale Militärbasis Ramstein offenbar als Relaisstation genutzt wird – für mich noch der beste Teil des o.a. Videos, weil konkret und faktenbasiert. Und ja, mit  waffenstarrenden Klingonen habe auch ich nichts am Hut).

Kann es sein, dass man als Kanalbetreiber mit Millionen Zuschauern auch eine Verantwortung hat? Fürs Klima – ja, auch. Allerdings denke ich zudem an eine ‚publizistische‘ Verantwortlichkeit – zumal dann, wenn man sich von dem plumpen Populismus der blau-braunen Typen mit Recht inhaltlich und stilistisch abgrenzen möchte.

Mein insgeheimer Wunsch: Wähler, gleich welchen Alters, machen es sich hoffentlich nicht so einfach, ihre Entscheidung vorwiegend von solchem Input bestimmen zu lassen.

Da finde ich den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung viel geeigneter, denn – bis er für die Europawahl am 20.5. einstweilen verboten wurde2 – vermittelte er einen Überblick, wie sich die antretenden Parteien zu wichtigen europapolitischen Fragen positionieren – ein guter Ausgangspunkt um Parteiprogamme und -versprechungen dann vertiefend zu recherchieren und so zu einer möglichst fundierten Wahlentscheidung zu gelangen. Natürlich gibt es auch andere Wege, doch man kommt meiner Ansicht nach nicht daran vorbei, wenigstens die Vorhaben ’seiner‘ Partei für Europa in groben Zügen zu kennen.

Wer dazu weder Zeit noch Lust hat? Nun, das muss jeder für sich ausknobeln. Nur würde man in diesem Fall auch kein langatmiges Statement zu dieser Wahl verfassen und erst recht keine Empfehlung abgeben…

Siehe auch:

  1. »Wie ein YouTuber den Zorn der Union auf sich zieht«,
    Welt online
  2. Wahl-O-Mat zur Europawahl – Bundeszentrale für politische Bildung geht gegen Verbot vor, nachdem die Kleinpartei Volt vor Gericht ein Verbot erwirkt hat.
    (Tagesspiegel)

Nachtrag

Als Alternative zum Wahl-O-Mat steht das Portal WahlSwiper zur Verfügung. Ähnlich aufgebaut, werden dem Nutzer deutliche Fragen zur Gewichtung der Kompetenzen zwischen der EU und ihren Mitgliedsländern vorgelegt, z.B.

  • Sollen die Nationalstaaten mehr Kompetenzen an die EU abgeben?
  • Soll der Euro als gemeinsame Währung abgeschafft werden?
  • Sollen direktdemokratische Instrumente auf EU-Ebene ausgebaut werden?

Die vom Benutzer gegebenen Ja-/Nein-Antworten auf 38 solcher Fragen werden wiederum der jeweiligen Position der zur Wahl stehenden Parteien gegenübergestellt. So lässt sich mittels tabellarischer Auswertung eine Orientierung gewinnen, welche Partei mit den eigenen Ansichten weitgehend übereinstimmt.
Die Benutzerantworten werden anonymisiert und ohne IP-Adresse auf dem Server des Betreibers gespeichert.

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Hinweis zum Film »Der grüne Planet – Besuch aus dem All (1996)«

Habe gesehen, die Seite mit dem eingebetteten Film wurde letzthin mehrmals aufgerufen – nur war leider kein Film mehr da.

Dies wurde nun behoben. Natürlich kann man sich den Film auch direkt bei Vimeo anschauen.

Habt alle/haben Sie einen schönen Abend 🙂

 

 

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Im Anfang · Ludwig Hirsch

»„Niemand kann deine Schönheit bewundern“, sprach der Teufel zu Gott in der Höh‘. Und ich hab mich selbst an die Wand gemalt, auch das kann niemand sehen! Wozu diese ewige Finsternis? Entschuldige, du Gott, ich verstehe das nicht!“ — „Du hast recht!“ rief der Herr zum Teufel und er sprach: „Es werde Licht!“

„Gut“, sprach der Teufel zum Herrn, „du hast Tag und Nacht geschaffen, doch wenn es Tag ist, wo wirst du spielen, wenn es Nacht ist, wo wirst du schlafen?“ — „Du hast recht!“ rief der liebe Gott, „du weißt, der Herr baut nie auf Sand!“ Und er nahm sich sogleich den Himmel und besetzte ihn instand.
„Gut gemacht“, sprach der Teufel“, du wohnst jetzt wie sich’s gehört. Nur der Ausblick, den du hast, der ist deiner noch nicht wert! — „Ja, bunte Blumen sollen blühen auf der Erde, ich will Farben sehen“, rief der Herr, und er schuf auch die grünen Wälder, und er schuf das blaue Meer.

„Sei gepriesen!“ rief der Teufel“, du hast ein Wunder vollbracht! Du hast die Erde da unten schöner als deinen eigenen Himmel gemacht!“ — Schöner als den eigenen Himmel? Das hörte der Herr nicht gerne, und er schmückte ihn schnell mit Juwelen, das waren Sonne, Mond und Sterne.
„Welch eine Pracht!“ jubilierte der Teufel“, Psalmen sollen erklingen, doch das Problem ist, edler Herr, es ist niemand da, sie zu singen!“ — „Dann müssen Sänger her!“ rief Gott, „die zu mir schnattern, miauen, tirilieren, die zu mir bellen, die zu mir röhren!“ Und der Herr schuf die Tiere.

„Geliebter Herr“, schleimte der Teufel“, fünf Wunder hast du vollbracht, aber fehlt nicht noch ein Wesen, nach deinem Ebenbild gemacht?“ — „Das mach‘ dir selbst!“ sprach der liebe Gott, „ich bin müde, ich will schlafen!“

Und so hat am sechsten Tag der Teufel den Menschen erschaffen.«

Der Schöpfer braucht ausgerechnet den Satan als Ideengeber?

Dies würde voraussetzen, dass Satan bereits existierte, bevor die Erschaffung des Sonnensystems begonnen wurde  – und außerdem, dass er (damals noch) ein entspanntes Verhältnis zum Schöpfer hatte…

Manchmal, etwa nach den Oster-Anschlägen auf Sri Lanka, könnte man meinen: Tjaha, so ist es – wir Menschen sind vom Charakter her ein dermaßen unzulängliches ‚Produkt‘, dass wir nicht von einem in jeder Hinsicht vollkommenen Schöpfer erschaffen worden sein können.

Manche Gnostiker wie auch die späteren Katharer vertraten eine ganz ähnliche Ansicht: Als Geistwesen wurden wir zwar von dem Guten Gott geschaffen. Doch unsere Einkörperung ins Fleisch, also unser Erscheinen hier auf der Erde, gehe auf einen unvollkommenen Möchtegern-Gott mit einer ganz eigenen Agenda zurück, den Demiurgen.

Als Machthaber der materiellen Welt betrachteten die Gnostiker mächtige, tyrannische Dämonen, die sie „Archonten“ (Herrscher) nannten. Sie hielten entweder die ganze Gruppe für die Weltschöpfer oder wiesen diese Rolle nur dem Anführer der Archonten zu, den sie dann als Demiurgen bezeichneten. Die Seelen der Menschen  seien mit ihren Körpern verbunden worden und so in Gefangenschaft geraten. Dieses Unheil habe der Demiurg verschuldet, indem er die Seelen in die Materie gelockt und in Körper eingeschlossen habe.
Dieser Demiurg wurde nicht selten mit Luzifer/Satan gleichgesetzt – bisweilen jedoch auch mit dem rachsüchtigen, Tieropfer fordernden Gott des AT.

Persönlich glaube ich: Was am Anfang noch gut war, kann – aus eigenem (Un-)Willen oder durch geschickte, manipulative Beeinflussung – in eine ungute Richtung geschoben werden.

Auch wir Menschen.

Als Ganzes besehen, ist die Menschheit zudem nicht per se teuflisch oder böse, nicht (nur) ‚Ausfluss der Hölle‘ – sondern zutiefst widersprüchlich, förmlich hin- und hergerissen zwischen zwei Polen:
⇒ „Intelligenz und Schläue, eine Hässlichkeit, die jedoch einer gewissen
Schönheit nicht entbehrt, Bosheit und zugleich Milde“ …Furchtsamkeit und auch Freude, Lust und Selbstgefälligkeit, aber auch Beharrlichkeit und den Willen, die Welt zu verbessern…

Siehe auch:

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Jesus – weder aus Wittenberg noch aus Rom, sondern aus Nazareth

„Was die Christen glauben, Jesus lehrte es nicht!
Und was Jesus lehrte, die Christen wissen es nicht.

Vor jeder Bewertung von Bibelinhalten und Jesus-Zitaten steht die Frage: Was war das zentrale Anliegen Jesu? Und was hat er wirklich gesagt …wie sicher können wir sein, dass ihm bestimmte, für Interessengruppen nützliche Aussagen nicht später in den Mund gelegt wurden?
Der Journalist und Buchautor Franz Alt formulierte unlängst die Kernthese: „Wenn die Kirche des Westens wieder lebendig werden will, muss sie auf die Urworte ihres Heilands hören – und der sprach Aramäisch1

Aramäisch wird – mir war dies nicht so geläufig – nicht zu den ‚toten Sprachen‘ gezählt. Die Aramäer der Gegenwart – die traditionelle Sammelbezeichnung von Angehörigen der Kirchen syrischsprachiger Tradition als „christliche Syrer“ ist missverständlich – sind Christen und die Nachfahren der antiken Aramäer. Ihre Liturgie- und Alltagssprache ist Aramäisch. In den Kirchen wird vor allem die klassisch-aramäische Sprache verwendet, die zu Lebzeiten von Jesus Christus gesprochen wurde.
Fast alle aramäischen Christen aus der Türkei, deren Anzahl früher 50.000 betrug, seien inzwischen nach Europa, insbesondere nach Schweden, ausgewandert, berichtet der verlinkte Wikipedia-Beitrag. Sie gehören verschiedenen Ostkirchen an: u.a. der Orthodoxen Kirche und der Chaldäisch-Katholischen Kirche. Die ethnischen, christlichen Aramäer und ihre Kirchen bilden seit langem die stärkste Trägergruppe der aramäischen Sprache.

Nazareth (1842, David Roberts)

Mit bestimmten Jesus-Zitaten (etwa dem Heulen und Zähneklappern – also „äußerste Pein“) hatte ich beizeiten meine Schwierigkeiten, denn diese schienen nicht zu dem Bild des gütigen Lehrers zu passen, welches ich ansonsten als Kind von ihm gewonnen hatte. Meine Zweifel stießen bei Erwachsenen auf ablehnendes Verständnis: ‚Was willst du machen, Junge, wenn es doch genau so in der Bibel steht…‘.

Sollte heißen: …dann hat der Herr Jesus das auch genau so gesagt!‘
Genau so?

Das ist eben die Frage!

Das Neue Testament wurde aus dem Griechischen übersetzt, obwohl Jesus Aramäisch sprach. Der Unterschied zwischen Jesu Muttersprache und dem Griechischen damals sei „etwa so groß wie heute der Unterschied zwischen Deutsch und Arabisch“.
Folglich war die Erkenntnis des evangelischen Theologen und Sprachforschers Dr.phil. Günther Schwarz
(1928-2009) hochbrisant: Mehr als 50 Prozent aller Jesus-Worte, die uns aus dem Griechischen überliefert sind, seien falsch übersetzt oder bewusst gefälscht.

Schwarz sah seine Lebensaufgabe in der Rekonstruktion des Originaltons der Worte Jesu, es ging ihm um «die Wiederherstellung des heiligen Textes mit allen Mitteln der Wissenschaft».
Seine Methode der Rück- und Neuübersetzung führte ihn zu folgenden Schlüssen:

  • Jesus habe alle seine Worte, Lehrgedichte und Gleichnisse poetisch geformt, wobei er aus dem AT bekannte poetische Formen wie Reim, Wortspiel, Rhythmus aufgegriffen und weiterentwickelt habe.
  • Die ursprüngliche Übersetzung aus dem Aramäischen ins Griechische sei an vielen Stellen falsch – es sei willkürlich weggelassen und hinzugefügt worden. So entstanden nach Schwarz’ These die christliche „Drohbotschaft“ mit ewiger Verdammnis, Hölle, Sündenvergebung durch Priester sowie eine Vielzahl von Ge- und Verboten. Die ursprüngliche Lehre Jesu wurde nach seiner These dabei immer mehr verschüttet und entstellt.

Zudem – für Schwarz ist Jesus nicht Gott:
„Das Wort war göttlich, niemals Gott. Doch es war leicht, das Wort göttlich in Gott zu verändern. Dazu genügte es, sowohl beim aramäischen als auch beim griechischen Wort nur einen Buchstaben zu löschen. (Anm.: Diese Änderung war eine Folge der Vergottung Jesu. Sie wurde veranlaßt durch die Lehre von der Dreieinigkeit – eine Lehre, die mit der Lehre Jesu unvereinbar ist.)“

Konkrete Beispiele für fälschliche Übersetzungen

Die Vaterunser-Bitte „Und führe uns nicht in Versuchung“ entspringt einem Gottesbild, welches Jesus offensichtlich fremd war:

„Und er [Jesus/Jeschu] beschrieb Gott als die Liebe in Person. Als den Gott und Vater nicht nur eines Volkes, sondern aller Menschen: der «seine Sonne aufgehen lässt über Guten und über Bösen» und der «seinen Regen herabkommen lässt auf Gerechte und auf Ungerechte» (Matthäus 5,45), dessen «Wille es ist, dass nicht ein einziger verloren gehe».

Bemerkenswert: Als einen allmächtigen, zürnenden, rächenden, strafenden, verdammenden Gott beschrieb er ihn nie. Und wo immer in seinen Worten es so scheinen mag, handelt es sich um unerlaubte tonverschärfende Zusätze, hinzugefügt, um – als falsches pädagogisches Mittel – Gottesfurcht zu erzeugen…“2
⇒ Gott wollte und will niemanden „versuchen“, dieser Part wird zumeist
Satan zugeschrieben, dem Versucher. Papst Franziskus verwirft dieses ’satanische Gottesbild‘: „Ein Vater tut so etwas nicht: ein Vater hilft, sofort wieder aufzustehen… Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Gott uns versucht.“ Franziskus‘ Vorschlag: „Und lass uns nicht allein in der Versuchung.“

In Matthäus 10,34 zum Beispiel soll Jesus gesagt haben: „Meint nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“
Doch aus dem Aramäischen übersetzt Schwarz: „Ich bin nicht gekommen, um Kompromisse zu machen, sondern um Streitgespräche zu führen.“ Das passt zu Jesu Lehre der Gewaltfreiheit.

„Fürchtet euch nicht!“

Ein lesenswerter Brief aus Taizé befasst sich eingehend mit der ‚Furcht des Herrn‘: „Die Furcht bildet zunächst den Hintergrund aller Religionen.“
Wohl wahr. Gleichwohl kommt es auf den Bedeutungszusammenhang an. Bleibt es bei der „Schrecksekunde, ohne die eine Begegnung mit dem Unbekannten und Unerwarteten Gottes“ kaum vorstellbar ist? Oder wird mit zweckorientierter Absicht eine lebenslange Angst vor dem schrecklichen, strafenden Gott erzeugt?

In der Bibel sei fast niemals von solchen durch Gotteserscheinungen hervorgerufenen Gefühlsregungen die Rede, ohne dass sogleich das Wort „Fürchtet euch nicht“ dazu gesagt wird. Die religiöse „Furcht“ hat keinen Wert in sich. Sie kann nicht andauern, sondern muss dem Vertrauen weichen.4
Einverstanden – bezogen auf Leben und Lehre Jesu im NT, das einen Kontrast zu blutig-grausamen Berichte und Ankündigungen im AT bildet.

Der Terminus Gottesfurcht ist an sich schon verwirrend. Zum Vergleich eine Aussage aus dem 1. Kapitel der Sprüche (Unterweisung in der Weisheit) in zwei unterschiedlichen Bibelübersetzungen:

  • «Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Weisheit und Zucht verachten nur die Narren.» (Spr 1,7 ELB)
  • «Den Herrn ernst nehmen ist der Anfang aller Erkenntnis. Wer ihn missachtet, verachtet auch Weisheit und Lebensklugheit.» (Spr 1,7 GNB)

Mit der GNB-Übersetzung kann ich (an dieser Stelle) gut leben, denn Ernsthaftigkeit, Respekt und Ehrfurcht gegenüber Gott habe ich als etwas Selbstverständliches verinnerlicht. Doch insbesondere Teile des AT gehen weit darüber hinaus: die Menschen, ganz besonders den ‚Gottlosen‘ sollen nackte Angst vor diesem rächenden, strafenden, eifersüchtigen Himmelsherrscher (vorherrschendes Gottesbild im AT) empfinden und dadurch zu unterwürfigem Gehorsam und Glauben gelangen.
Erst in späteren Zeiten wurde Gottesfurcht nicht länger als „Furcht im Sinne des Schreckens oder ängstlichen Eingeschüchtertseins“ verstanden, doch: auch das AT mitsamt den enthaltenen Grausamkeiten ist weiterhin verbindliche Glaubensgrundlage.

Und seien wir doch bitte ehrlich: ein ‚gesundes‘ Maß an Einschüchterung – gegenüber Gott sowie dem Klerus – war und ist der Leitungsebene der RKK dienlich. Schon deshalb müsste sich auch Franz Alt und Günther Schwarz die Frage gestellt haben:

Ist ein konsequenter Verzicht auf die traditionelle Drohbotschaft denkbar?

Eben daran zweifele ich, insbesondere große Teile der katholischen Kirchenführung betreffend. Denn was bliebe vom Markenkern, also von dem, was das Katholische typischerweise kennzeichnet und und unterscheidbar macht, würden alle nicht aus dem NT (im aramäischen Original) ableitbaren Einschüchterungen und Drohungen aus der offiziellen Kirchenlehre gestrichen?

Dabei ist zu bedenken: den theologischen Grundsatz sola scriptura („allein durch die Schrift“) macht sich die Römisch-Katholische Kirche ausdrücklich nicht zueigen! Handelt es sich doch um ein wesentliches Element der Lehren Martin Luthers und der reformatorischen Theologie, wonach nach dem die Heilsbotschaft hinreichend durch die Bibel vermittelt wird und keiner Ergänzung durch kirchliche Überlieferungen bedarf. Sogar mir als kritischem Ex-Katholiken leuchtet ein: ein Verzicht auf sämtliche nicht unmittelbar biblischen Lehraussagen und Traditionen würde die RKK entweder in ihrem Bestand gefährden oder zu einer neuerlichen Kirchenspaltung führen.

Dass sich das kirchliche Lehramt als allein zuständig und autorisiert zur rechten Auslegung der Bibel erachtet, liegt in seiner Natur. Nur, eine Antwort auf fehlerhafte Übersetzungen und verfälschende Eingriffe in den Text der Evangelien wird damit freilich nicht gegeben (siehe auch Anmerkung A).
Ein Umbau der Kirchenlehre ist auch vom Selbstverständnis des unfehlbaren Papsttums und der ebenso fehlerfrei erachteten Dogmatik praktisch nicht durchführbar.

Löst man sich aus der deutschen Innenansicht von Kirche, so zeigt sich: In weiten Teilen der Welt, beginnend schon in Italien und Polen, lebt die RKK doch recht gut von und mit der Einschüchterung. Auch hat es den Anschein, als wünschten viele praktizierende Katholiken in solchen Regionen nichts weniger als eine schriftgetreue Liberalisierung der kirchlichen Theologie und Morallehre.

Zumal Schwarz, den F. Alt mehrfach zitiert, noch weitergeht und auch den Gründungsmythos des römisch-katholischen Papsttums entzaubert: „der so genannte PrimatstextB (Mt 16,18-19) ist das Ergebnis einer gezielten Textfälschung“. Gemeint ist die berühmte Stelle über den Apostel Petrus: Er sei der Fels, auf den der Herr seine Kirche baue. Doch auf Aramäisch berichtet der Evangelist Matthäus, Gott habe dieses Wort direkt an Jesus gerichtet:

„Dies ist er, mein Sohn, mein Einzigartiger. Er, an dem mein Selbst Wohlgefallen hat. Gehorcht ihm! Denn er ist der Fels, auf diesen Felsen werde ich meinen Tempel bauen […]. Ihm werde ich die Schlüssel geben zur Himmelsherrschaft. Wem er zuschließen wird – ihm soll zugeschlossen sein. Und wem er aufschließen wird – ihm soll aufgeschlossen sein.“2

Ein Himmelswort an Jesus wurde also zu einem Jesus-Wort an Petrus umgedichtet, auf dem dann das Papsttum aufbaute. Gründet sich das päpstliche Primat somit nicht auf eine Fälschung?. Selbst Papst Franziskus scheine das erkannt zu haben, er erklärte am 22. Februar 2018, nicht Petrus sei der „Fels“, sondern Jesus.
Wird nun die RKK ihren schlimmsten Entwicklungsfehler, die Entstehung des absolutistischen, primär auf Machtzuwachs und -erhalt angelegten Papsttums korrigieren? Bei aller Wertschätzung für den derzeitigen Amtsinhaber, damit ist vermutlich nicht zu rechnen…

Damit nicht genug – es wird noch unerhörter und schwerer erträglich für eine Institution, die materiellen Besitz und Zugewinn ganz eindeutig in ihr Kerngeschäft integriert hat:

«Es ist unmöglich, dass ihr Gott und dem Geld dient!»
„Dass Jeschu [Jesus] diesen Gegensatz so unerbittlich scharf formulierte, dafür muss es Gründe gegeben haben, wahrscheinlich persönliche Erfahrungen. (…)eine akute Auseinandersetzung mit einigen seiner Zuhörer, die der Auffassung waren, sie könnten Gott und dem Geld dienen; Zuhörer, denen er bewusst machen wollte, dass sie falsch dachten und darum auch falsch handelten.“2

Vielleicht besaß er auch den Weitblick, dass wenige Jahrhunderte später diese Aussage noch an Relevanz gewinnen würde …sobald die Geldgier zusammen mit der Machtgier auftrat.

Lauter heiße Eisen, deren konsequente Beachtung an die Substanz der organisierten und kommerziell hochaktiven Kirchen-Institutionen ginge.  Folgerichtig hat die theologische Fachwelt die von Dr. Schwarz gewonnenen Ergebnisse bislang praktisch nicht zur Kenntnis genommen – eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den wiederhergestellten Textteilen habe „bis heute, soweit ersichtlich, nicht stattgefunden“.3

Die Auswirkungen des ‚weiter so‘ sind freilich zweischneidig:
„…die Kirchen leiden darunter, dass …sie unglaubwürdig sind; vor allem deswegen, weil sie nachweislich, ohne es zu wollen, anders lehren als Jeschu gelehrt hat; und zwar ohne dass die Kirchenführer diesen Tatbestand als den eigentlichen Grund ihrer Misere erkennen.“2
Klingt fast so, als würde der Klerus zumindest die eigenen Lehren konsequent befolgen – leider trifft auch dies vielfach nicht zu.
Die

Lag Dr. Schwarz nun mit all seinen Ausführungen und Thesen richtig?

Dies kann ein Laie wie ich nicht beurteilen, sorry. Weder bin ich der Alt-griechischen Sprache mächtig noch des Aramäischen; man müsste aus beiden Sprachen verlässliche Übersetzungen anfertigen können, um das Werk von Günther Schwarz zu prüfen und zu verifizieren. Möglicherweise liegt hierin auch ein (weiterer) Grund für die Zurückhaltung der Fachtheologen – wie viele von ihnen besitzen heute noch fundierte Kenntnisse in beiden Sprachen?

Gleichwohl fügt sich das bei Schwarz Les- und Lernbare recht nahtlos in meine sonstigen Wissensfragmente über das frühe Christentum und die Entstehung von imperialer Kirche/Staatsreligion im römischen Reich sowie des Papsttums ein. Oder anders formuliert: als interessierter Laie finde ich da jedenfalls keine großen Widersprüche. Lediglich mein Bild von der Person Jesu habe ich korrigieren dürfen – selbiges ist nun ein gutes Stück positiver und weniger widersprüchlich.

Quellenangabe

  1. Christentum: „Frohbotschaft statt Drohbotschaft„, Franz Alt auf Zeit online
  2. Günther Schwarz – „Worte des Rabbi Jeschu„,
  3.  Webseite über das Lebenswerk des evangelischen Theologen und Aramäischforschers Dr. phil. Günther Schwarz (1928-2009): Wiederherstellung des geistigen Vermächtnisses Jesu
  4. Die Gottesfurcht – Brief aus Taizé 2004/4

Siehe auch

  • Frohbotschaft statt Drohbotschaft, Norbert Scholl
    Die biblischen Grundlagen des Kirchenvolks-Begehrens 1997 (Soweit ich weiß, wurde die längst zum geflügelten Wort gewordene Forderung nach Abkehr von Drohbotschaft und Angsterzeugung durch Theologie und Kirchenlehre erstmals in diesem Begehren so klar formuliert.)

Literaturhinweise

Anmerkungen

A – Die römisch-katholische Kirche reagierte auf die Forderung „sola scriptura‘ während dem Konzil von Trient (1545–1563) mit einer Präzisierung ihrer Schriftlehre. 1546 wurde ein Dekret verabschiedet, demzufolge die göttliche Wahrheit nicht allein in der Schrift, sondern in der Verbindung von Schrift und Tradition zu finden sei – begründet in Joh 16,13). Damit wurde die rechte Auslegung der Bibel durch das kirchliche Lehramt bekräftigt, da nur so das Wirken des Heiligen Geistes als sicher gelten könne. Die Bibel selbst erlange ihre Autorität erst durch die Kirche, die ja auch älter sei als die Bibel (wedelt da nicht der Schwanz mit dem Hund?). Das kirchliche Lehramt habe den Bibelkanon festgelegt, was ebenfalls die Autorität der Kirche über die Bibel zeige.

B – Die herkömmliche Übersetzung von Mt 16,18-19 lautet (hier in der ELB-Fassung): „Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen.
Ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein, und was immer du auf der Erde lösen wirst, wird in den Himmeln gelöst sein.“

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„Armagadd-on“ – wer hat den Firefox-Browser kaputt gemacht?

Gestern (4.5.2019) fing am Abend der Firefox an zu spinnen – ohne mein Zutun: nahezu alle Addons waren auf einmal deaktiviert. Mich überrascht immer wieder, wie wenig ich auf meinem eigenen Rechner noch zu bestimmen habe. (Diese Zusatzprogramme unterstützen Nutzer, sie können nach Belieben in den Browser integriert werden – für mich wichtig sind Sicherheits-Elemente wie NoScript, durch die Zugriffe, Tracking und ggf. Datenklau durch nicht autorisierte Drittanbieter weitgehend abgewehrt werden können.)
Ursache: ein digitales Zertifikat ist (anscheinend unbemerkt von der Mozilla-Entwicklertruppe) abgelaufen, das für Unbedenklichkeitsprüfung der Add-ons relevant ist.
(Oder handelt es sich um eine subtile Machtdemonstration? Eher nicht, denn der Marktanteil von Firefox ist seit 2008, also seit dem Start von Google Chrome, mächtig geschrumpft.)

Wichtig in diesem Zusammenhang: jetzt bloß nicht in Aktionismus verfallen: nicht die vermeintlich ungültigen Add-ons entfernen und auch keinen Ersatz installieren!
Statt dessen: „einfach abwarten“, auch wenn gerade das nicht ganz leicht fällt. Denn Mozilla arbeitet an einem Hotfix, welches diesen Bug behebt und die Add-ons wieder gültig schaltet. Dazu braucht der Anwender normalerweise nichts zu tun – sofern automatische Updates nicht deaktiviert sind.

„There are a number of work-arounds being discussed in the community. These are not recommended as they may conflict with fixes we are deploying. We’ll let you know when further updates are available that we recommend, and appreciate your patience.“

Nähere Informationen dazu:

Soweit es mich betrifft, wurde der Fehler quasi über Nacht durch ein Update behoben, bis auf weiteres sind alle Zusatzprogramme wieder aktiv.

Merkwürdig: wie abhängig manch einer doch vom Internet ist und welche Nervosität sich weltweit breitmacht, sobald der für selbstverständlich gehaltene Zugang zum Web plötzlich nicht so klappt, wie man es doch gewohnt ist.
Viele von uns haben weitere Browser installiert – z.B. Opera oder Chrome – auf die sie jederzeit ausweichen können. Doch wenn ein englischsprachiger Anwender bekundet, Mozilla habe sein Wochenende ruiniert, gibt das schon zu denken: was fangen wir mit unseren Leben eigentlich an bzw. wie gestalten wir unsere freie Zeit, wenn ein kurzzeitiger Browserdefekt einige User schon dermaßen aus der Bahn wirft?
Sicherlich hängen vom intakten Browser etliche Aktivitäten ab, Filme über Streaming-Dienste wie Netflix gucken oder online Musik hören zu Beispiel. Ist derlei auf einmal nicht mehr möglich, darf man sich schon ein wenig ärgern …aber bricht deswegen gleich die heile Welt zusammen?

 

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Zwei Musikstücke von Abel Korzeniowski

Melde mich nach längerer Abwesenheit (existiert eigentlich ein spezielles Fegefeuer für Hacker und Spammer? – vielleicht mit PC- und Internet-Verbot? Mein Mailaccount ist immer noch mausetot) kurz zurück, um ein Musikstück zu teilen, das sogleich meinen Nerv getroffen hat:

Closer Than Sisters von Abel Korzeniowski (u.a. im Soundtrack zur Serie Penny Dreadful zu finden):

Beim Anhören etlicher Stücke von A. Korzeniowski fiel mir nebenbei auf: allzu schwermütig darf „es“ (Musik,Literatur, Filme…) für mich auch nicht sein. Einseitige Traurigkeit, die einen immer tiefer in den Depri-Modus hinab zieht, ‚packt‘ mich nicht (wie auch ein unablässig-ausgelassener, noch dazu lautstark-grell vorgebrachter Glückstaumel mich unberührt lässt).
Sanftheit und Wehmut, gepaart mit einem gehörigen Schwung Sehnsucht und einem winzigen Hauch Hoffnung, das ist eher was. Ein Stück wie „Closer Than Sisters“ trifft meine Wellenlänge haargenau – langsam, besinnlich, auch eine fühlbare Traurigkeit, jedoch ohne jene erstickende Hoffnungslosigkeit und ganz sicher frei von Aggression.

By the way, gleich noch so ein schönes Klangwerk:

Street Horse Smell Candle – Abel Korzeniowski

Wer noch immer nicht genug hat … → Vanessa‘ Dream.

Die Horrorserie Penny Dreadful, eine lebhaft-kreative Vermischung fiktionaler Figuren aus dem 19. Jahrhundert der irischen und britischen Literatur wie Dorian Gray, Bram Stokers Dracula, Frankenstein sowie Jekyll & Hyde, wird kaum jedermann begeistern. Selbst fand ich manches daraus recht unterhaltsam, den Soundtrack hingegen mag ich immer wieder anhören.

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Nein, keine Scheibe

Für gewagte Thesen (etwa zu → Oumuamua, Komet oder »Raumsonde einer außerirdischen Intelligenz «) vermag ich mich durchaus zu begeistern – aber  mit kritischer Distanz und nur solange, wie solche Mutmaßungen nicht im offensichtlichen Gegensatz zu offensichtlich Erfahrbarem stehen. Ein Mindestmaß an Plausibilität muss schon gegeben sein (darum kann ich auch mit untoten Kreaturen nichts anfangen und fürchte mich nicht wirklich vor einer Zombie-Apokalypse). Allerdings finde ich solche Ratschläge (in Bezug auf die Zombies) eher bedenklich: „Gehen Sie kein Risiko ein und zögern Sie nicht zu schießen! Grundsätzlich ist jeder verdächtig, der torkelt, humpelt und keinen menschlichen Laut von sich gibt. Lassen Sie diese Wesen nicht zu nah auf sich zukommen und benutzen Sie sofort Ihre Waffe.“ Wer so ziemlich alles glaubt und ernst nimmt, könnte auch geneigt sein, solchen Tipps umgehend Folge zu leisten…)

Zu viel Emotion schadet da eher – man sollte schon bereit sein, sich von einer Mutmaßung zu verabschieden, sobald objektive, unwiderlegbare Gegenargumente präsentiert werden, welche auf Fakten basieren.

  • Merkur – kugelförmig (meinetwegen auch kartoffelförmig, aber ein rundliches Objekt mit Volumen…)
  • Venus – Kugel
  • Erde – eine flache Scheibe???
  • Mars – Kugel
  • alle Monde im Sonnensystem – Kugeln

Das passt einfach nicht.

Wer schon einmal in einem Langstrecken-Flieger saß, kann aus eigener Anschauung sagen: sie ist kugelförmig. Hinzu kommen Fotos von etlichen NASA-Missionen… aus einer Zeit, zu der manipulative Bildbearbeitung in großer Zahl schlicht unwahrscheinlich war)

Über die Scheibenform der Erde zu spekulieren, ist in meinen Augen schlichte Zeitverschwendung. Gleichwohl sehe ich wenig Anlass für Spott und Häme, sich wegen grobem Unfug richtig  in die Haare zu kriegen, ist nicht sehr klug…

Die Flat Earth Society ist eine 1956 gegründete Organisation, die trotz naturwissenschaftlicher Gegenbeweise die Ansicht vertritt, die Erde sei flach.
Geschichte und Gegenwart

Samuel Rowbotham (1816–1884) gründete eine Bewegung zur Propagierung dieser Ansicht. Ihn leitete dabei die Überzeugung, bestimmte Stellen der Bibel würden aussagen, die Erde sei flach.
Rowbotham behauptete, die Erde sei eine flache Scheibe mit dem Nordpol im Zentrum und mit einem Eiswall am Rand. Die Sonne sei weniger als 4000 Meilen von London entfernt.

“Warum beschäftigst du dich mit solchem Blödsinn?

Aus einem einzigen Grund (und auch nur ganz, ganz kurz…versprochen ;): auch in meinem Umfeld finden sich Flatearther…nur sehr wenige zwar, doch ich war durchaus verblüfft. Mit überheblicher Mine abwinken? Kann man natürlich machen, bloß, in erster Linie fühlte ich Bedauern darüber, in welchen Untiefen des Nichtwissens man sich bis heute dauerhaft verfangen kann.

Nun ist aber Schluss damit, ich muss noch mein Einhorn füttern und Zutaten für die Flugsalbe sammeln…

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